Der steigende Bedarf an detaillierten Videoaufnahmen rund um die Uhr produziert große Datenmengen, die hohe Übertragungsraten und viel Speicherplatz erfordern. Das Sichten und Auswerten des Materials ist zeitaufwendig. Deshalb macht Bosch nach eigenen Angaben nun die eingebaute Videoanalyse zum Standard. Alle IP-Kameras des Herstellers sollen künftig damit ausgestattet sein. Große Mengen an Videodaten lassen sich dadurch schnell und einfach nach den relevanten Sicherheitsinformationen durchsuchen, so der Hersteller.

In den nächsten zwölf Monaten werde Bosch das komplette Angebot an IP-Kameras ab der IP-4000-Serie mit eingebauter Videoanalyse ausrüsten, so der Hersteller. Die Starlight-Familie mache den Anfang. Sie wird standardmäßig mit Essential Video Analytics ausgerüstet, das 15 verschiedene Analysefunktionen umfasst. Es beginnt mit der feststehenden Boxkamera Dinion IP Starlight 6000 und den feststehenden Dome-Kameras Flexidome IP Starlight 6000. Die Videokameras der Serie IP 7000 und IP 8000 Starlight werden mit Intelligent Video Analytics ausgestattet; Intelligent Video Analytics bietet bis zu 17 verschiedene Analysefunktionen.

In den nächsten zwölf Monaten will Bosch das Angebot an IP-Kameras ab der IP-4000-Serie mit eingebauter Videoanalyse ausrüsten.

In den nächsten zwölf Monaten will Bosch das Angebot an IP-Kameras ab der IP-4000-Serie mit eingebauter Videoanalyse ausrüsten.

Mit der eingebauten Videoanalyse wird das Videomaterial durch das Hinzufügen von Metadaten bereits zum Zeitpunkt der Aufnahme strukturiert und zwar von jeder Kamera individuell und unabhängig voneinander. Dieses dezentrale Aufzeichnen macht das ganze System ausfallsicherer, denn die Kameras sind nicht mehr von einem zentralen Server abhängig. Falls eine Kamera ausfallen sollte, beeinträchtigt dies nicht die Leistung des Gesamtsystems. Mit der eingebauten Videoanalyse kann jede Kamera innerhalb eines Netzwerks die erfassten Videodaten interpretieren und bei möglichen Sicherheitsrisiken anhand von vorkonfigurierten Alarmregeln das Sicherheitspersonal in Echtzeit alarmieren.

Die eingebaute Videoanalyse ermöglicht es, große Mengen an Videomaterial schnell nach kritischen Informationen zu durchsuchen. Weil nur relevante Bilder übertragen werden, sinken Netzwerklast und Speicherbedarf erheblich. Die übertragenen Videodaten können alle Bilddaten enthalten oder nur die Metadaten, je nach Anforderungen der Anwendung. Benutzer werden nur informiert, wenn es notwendig ist. Sie können auch sofort über wichtige Statistiken verfügen. Fehler, die die Dauerüberwachung durch Sicherheitspersonal mit sich bringt, seien so reduziert.

Alle Bosch-Videoanalyse-Algorithmen entstehen in der Entwicklung zusammen mit dem Bosch-Bereich Automotive, um höchste Zuverlässigkeit und Robustheit für Anwendungen im Automobilbereich, wie dem autonomen Fahren oder netzwerkbasierten Video-Sicherheitslösungen, sicherzustellen.

Weitere Informationen gibt es unter www.boschsecurity.de.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.