Digitale Kommunikation und Datenschutz: Wie stehen Arbeitnehmer in Deutschland dazu? Herrscht Bewusstsein für die Risiken im Netz? Wie wirkt sich dieses Bewusstsein auf das eigene Verhalten aus – privat, aber auch im Beruf? Und wo besteht Handlungsbedarf beim Arbeitgeber, um produktive und gleichzeitig datenschutzkonforme Kommunikation im Unternehmen zu ermöglichen? Diesen Fragen wollte der deutsche Secure-Messaging-Anbieter Brabbler nach eigenen Angaben mit der „@work“-Studie auf den Grund gehen. In der ersten Maihälfte 2018 wurden dazu 701 Personen zwischen 20 und 60 Jahren befragt. Die Teilnehmer waren jeweils rund zur Hälfte Männer und Frauen. Sie sind in Unternehmen aller Größen beschäftigt und vertreten ein breites Spektrum an Branchen und Berufen.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

Privates Nutzungsverhalten ändert sich kaum – trotz großer Datenschutzbedenken. Das Bewusstsein für Datenschutzrisiken im Netz ist durchaus vorhanden. Und obwohl viele Befragte gerade auch Facebook für dessen mangelnden Datenschutz kritisieren, rangieren Facebook-Dienste, darunter besonders WhatsApp, weiter ganz oben in der Liste der beliebtesten privaten Kommunikationsanwendungen. Auf diese Apps verzichten wollen nur wenige.

Privat genutzte Apps kommen häufig auch bei der Arbeit zum Einsatz. Dass dies, etwa im Fall von WhatsApp, datenschutzrechtliche Schwierigkeiten für den Arbeitgeber nach sich ziehen kann, ist jedem zweiten Befragten bekannt. Dennoch haben wiederum knapp die Hälfte davon WhatsApp auf dem geschäftlich genutzten Smartphone installiert. Nur in etwa einem Drittel der Unternehmen verfügen die Mitarbeiter über offizielle Business-Messenger. Dort besteht großer Handlungsbedarf bei den Arbeitgebern, um dem WhatsApp-Problem mit datenschutzkonformen Alternativen zu begegnen.

Ergebnisse der @work-Studie. Bild: Brabbler

Welche Apps auf geschäftlich genutzten Handys installiert werden dürfen, ist in den meisten Firmen nicht technisch beschränkt. Die Gefahr eines Kontrollverlusts über die lokal gespeicherten Daten ist daher real. Es empfiehlt sich, Anwendungen zu nutzen, die ihre lokalen Daten auf dem Gerät sicher abschirmen.

Zum Thema DSGVO: Auch nach zweijähriger jähriger Vorlaufzeit herrscht in den Führungsebenen deutscher Unternehmen erschreckende Unwissenheit über die neuen EU-Datenschutzvorgaben. Oft scheint es alleiniges Aufgabengebiet der IT-Abteilungen zu sein – dabei ist Datenschutz ein Thema, das unternehmensweit und abteilungsübergreifend angegangen werden muss.

Weitere Informationen finden Interessierte auf www.brabbler.ag.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.