Während die Deutsche Telekom ihre SOC-Kapazitäten (Security Operations Center) in Bonn erweitert (LANline berichtete), hat der international tätige Netzwerk- und IT-Dienstleister BT ein neues SOC in Eschborn bei Frankfurt eröffnet. Mit dem Abwehrzentrum will BT die eigenen Ressourcen sowie die Netzwerk- und IT-Infrastrukturen der Kundenunternehmen rund um die Uhr überwachen. Die Security-Spezialisten, so BT, seien mittels moderner Lösungen in der Lage, entstehende Bedrohungen besser zu erkennen und auf diese zu reagieren, noch bevor Schaden entsteht.

Dazu kombiniere man im SOC die BT-eigenen Erkenntnisse über die Bedrohungslage (Threat Intelligence) mit Informationen von Partnern und öffentlichen Einrichtungen, um Gefahren in Echtzeit zu entdecken und zu analysieren. Auf dieser Basis spreche das BT-Personal Empfehlungen für die Kunden aus oder greife unmittelbar ein, um die Bedrohungen abzuwehren und die Netzwerke zu schützen.

Das Abwehrzentrum in Eschborn ist laut Bekunden des britischen IT-Dienstleisters Teil eines globalen Verbunds von insgesamt 15 SOCs, mit denen BT weltweit rund um die Uhr Unterstützung nach dem „Follow the Sun“-Prinzip biete. Das Mitarbeiterteam könne auf die Erfahrung und das Wissen von mehr als 2.500 Security-Spezialisten zugreifen, die BT weltweit beschäftigt.

BT betont, neben dem Schutz von Kunden berücksichtige man mit dem neuen Standort insbesondere die Compliance-Anforderungen deutscher Unternehmen. Denn diese schreiben vielfach vor, dass sensible Daten im Land bleiben müssen.

Zusätzlich zum 24-Stunden-Service zur Gefahrenerkennung und -abwehr erbringt das SOC laut BT ein breites Angebot an Sicherheitsdienstleistungen. Dazu zählen Maßnahmen zur DDoS-Abwehr (Distributed Denial of Service), Firewall-Management, Identity- und Access-Management (IAM), Penetrationstests, Lösungen gegen Malware, Spam und Phishing sowie Sicherheitsberatung und Schulungen.

Weitere Informationen finden sich unter www.btplc.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.