Der diesjährige Cisco Global Cloud Index zeigt, dass der RZ-Datenverkehr sich immer stärker in die Cloud verlagert. Bis 2021 soll der weltweite Cloud-RZ-Verkehr laut Ciscos Prognose 19,5 Zettabyte erreichen, das Gesamtvolumen des Daten-Traffics soll bei 20,6 ZByte liegen. In drei Jahren werde der Cloud-Traffic damit 95 Prozent des gesamten Datenverkehrs ausmachen, 2016 waren es noch 88 Prozent. Damit sollen traditionelle Unternehmens-RZs also im globalen Datenverkehr kaum mehr eine Rolle spielen. Im Jahr 2021 werde es zudem bedingt durch neue IoT-Applikationen (Internet of Things) wie intelligente Fahrzeuge oder Smart Cities 13,7 Milliarden IoT-Verbindungen geben – mehr als das Doppelte der 5,8 Milliarden im Jahr 2016.

Den Anstieg des Cloud-Datenverkehrs verursachen laut der Studie sowohl B2C- als auch B2B-Anwendungen. Im Consumer-Markt gehören Video-Streams, soziale Netzwerke und Internetsuche zu den meistgenutzten Cloud-Apps und -Services, im Unternehmensumfeld sind es ERP-, Collaboration- und Analyselösungen.

Ein wichtiger Faktor im Cloud-Markt sind die großen Public-Cloud-Provider (die sogenannten Hyperscaler) wie Amazon, Facebook, Google oder Microsoft mit ihren hochskalierenden Rechenzentren. Cisco erwartet, dass deren Marktmacht zunehmen wird: 2021 werde es weltweit 628 Hyperscale-Rechenzentren geben, 2016 waren es noch 338. In drei Jahren bringen es Hyperscale-Rechenzentren laut Ciscos Prognose auf 53 Prozent aller Server von Rechenzentren (2016: 27 Prozent) und 69 Prozent der RZ-Rechenleistung (2016: 41 Prozent).

Zugleich werde sich der Umfang der Workloads und Server-Instanzen in Rechenzentren von 2016 bis 2021 mehr als verdoppeln (auf das 2,3-Fache steigen), Cloud-basierte Workloads und Server-Instanzen werden sich im gleichen Zeitraum fast verdreifachen (auf das 2,7-Fache steigen). Die Dichte von Workloads und Server-Instanzen in Cloud-Rechenzentren lag laut Ciscos Report 2016 bei 8,8 und soll bis 2021 auf 13,2 anwachsen. Im herkömmlichen RZ steige die Dichte im gleichen Zeitraum von 2,4 auf 3,8.

Die Menge der weltweit gespeicherten Daten in Rechenzentren soll sich zeitgleich fast verfünffachen, von 286 EByte 2016 auf 1,3 ZByte 2021. Der Bereich Big Data werde dabei am stärksten zulegen: auf 403 EByte statt der 25 EByte von 2016.

Weitere Informationen finden sich unter www.cisco.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.