Cisco hat sein Portfolio für Cloud-Telefonie und für die Zusammenarbeit im Team weiterentwickelt und hierzu neue Lösungen präsentiert. Der Hersteller will unter anderem die Funktionen seiner Collaboration-Tools ausbauen, während neue Geräte Webex Teams in kleine Arbeitsgruppen bringen sollen.

Zu den Neuerungen im Cloud-Telefonieportfolio gehört die Cloud-basierte Telefonanlage BroadCloud Calling, die über alle Vorteile einer traditionellen PBX verfügen soll. Der Hersteller hat diese nach eigenen Angaben für die Anforderungen von Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern entwickelt. Sie ist nun mit Webex Teams über Service-Provider erhältlich, so der Netzwerkausrüster.

Zudem ist BroadCloud Calling in herstellereigenen Flex Plan integriert, sodass Unternehmen alle benötigten Collaboration-Tools per Abo beziehen können. Die Tools stehen flexibel vor Ort, in der Cloud oder im Hybrid-Betrieb zur Verfügung. Auf diese Weise will es Cisco Service-Providern nach eigenen Angaben ermöglichen, eine komplette Collaboration-Lösung zu erstellen, die mittelständischen und großen Unternehmen bei der Cloud-Migration helfen kann.

Ebenfalls neu ist die hauseigene Calling App für Service Provider und deren Kunden. Die App verfügt laut Herstellerangaben über alle üblichen Funktionen, etwa Stummschaltung, Weiterleiten und Wählen per Mausklick. Zusätzliche Funktionen sind beispielsweise hochauflösende Videoanrufe oder Anrufe über das Mobilfunknetz mit Anzeige der Geschäftsrufnummer.

Darüber hinaus lasse sich die App in das Outlook- und Unternehmensverzeichnis integrieren, um Kollegen über eine einfache Suche zu finden. Service-Provider sollen die App mit ihrem eigenen Label versehen können. Dienstleister können laut Cisco-Angaben außerdem problemlos alle Anruf- und Collaboration-Anwendungen, darunter beispielsweise Webex Meetings sowie Geräte und Netzwerkdienste, in einem Paket mit einer Rechnung bündeln.

Um auch kleineren Teams Collaboration-Lösungen anbieten zu können, hat Cisco den Webex Room Kit Mini vorgestellt. Die Lösung eigne sich für kleinere Räume, in denen sich bis zu fünf Personen mit räumlich getrennten Kollegen austauschen wollen. Dabei sollen sie ähnlich wie bei größeren Systemen auf KI-Anwendungen, Kameras und Mikrofone zugreifen können.

Laut Cisco schaltet sich die Lösung automatisch ein, wenn Teammitglieder den Raum betreten, und passt die Videoübertragung an. Für Räume mit Whiteboards eigne sich außerdem Webex Board 55, das nun mit neuen Funktionen wie Verkleinern und Vergrößern aufwartet.

Bei Webex Share handelt es sich um einen handtellergroßen Adapter, der mit Webex Meetings und Webex Teams funktioniert. Er dient dazu, jeden Fernseher oder Bildschirm per Mausklick mit Teammitgliedern zu teilen, ohne zusätzliche Dongles oder Kabel zu erfordern, so der Hersteller weiter.

Cisco integriert außerdem neue KI- und Analyse-Tools in seine Gesamtlösung. Diese sollen Fragen beantworten, beispielsweise ob mehr Meeting-Räume benötigt werden oder ob es sinnvoll ist, einen großen Konferenzraum in mehrere Collaboration-Räume aufzuteilen. So will der Hersteller Unternehmen helfen, besser auf die Bedürfnisse der Nutzer einzugehen und Immobilienkosten zu senken. Gleichzeitig erhalte die IT-Abteilung auf diesem Weg detaillierte Informationen, die bei der Fehlerbehebung helfen können.

Weitere Informationen finden sich unter www.cisco.de.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.