Der Netzwerkriese Cisco hat eine neue Softwareversion seiner Analytics-Plattform Tetration Analytics präsentiert. Ab sofort automatisiere die One-Touch Appliance Richtlinien auf allen Plattformen, also auf lokalen Servern, virtuellen Maschinen sowie Public und Private Clouds aller Anbieter. Darüber hinaus soll die neue Version die Richtlinien an Workload-Charakteristiken und -Verhaltensweisen binden, sodass diese bei einer Migration der Workloads mitwandern. Dadurch können Unternehmen sichere hybride Umgebungen für ihre Applikationen aufbauen, so der Hersteller.

Cisco will mit der Automatisierung von Richtlinien der wachsenden Komplexität durch beispielsweise Virtualisierung, mobilen Apps oder Micro-Services in einer heterogenen Infrastruktur im RZ und in Clouds begegnen. Schließlich entstehen große Herausforderungen bei der Nachvollziehbarkeit der Applikationsbeziehungen und -abhängigkeiten und bei der Gewährleistung von Compliance- und Sicherheitsvorgaben, so der Hersteller.

Tetration trenne nun Workloads durch Applikationssegmentierung und erreiche so eine automatische Mikrosegmentierung, unabhängig von der zugrundeliegenden Infrastruktur. Des Weiteren wende die Analytics-Plattform Richtlinien auf jeder Anwendungsebene ortsunabhängig an, lasse sich in Firewalls jedes Herstellers integrieren und auf Netzwerkebene orchestrieren. Dabei basieren die Richtlinien laut Cisco auf realen Daten der Netzwerkkommunikation und der permanenten Durchführung dynamischer Verhaltensanalysen von Milliarden Flows, Prozessen und Workload-Charakteristiken.

Mit Tetration Analytics kann der Administrator sehen, welche Flows als (un-)kompatibel klassifiziert werden. Bild: Cisco

Darüber hinaus stellt Cisco nach eigenen Angaben zwei neue Deployment-Modelle für Tetration Analytics bereit. Neben der hochskalierbaren Plattform soll es mit Tetration-M eine niedriger skalierte Version geben. Diese soll sich für Installationen für bis zu 1.000 Workloads eignen. Für die gleiche Anzahl an Workloads eigne sich auch die Cloud-Appliance Tetration Cloud, deren Software sich auf Amazon Web Services befindet. Die Funktionalität sei jedoch unabhängig vom Deployment-Modell, so der Hersteller.

Mit Tentration Analytics sollen Unternehmen in der Lage sein, zu verstehen, welche Applikationen im Rechenzentrum und in der Cloud voneinander abhängen. Des Weiteren sollen sie fundierte Entscheidungen treffen und den Effekt von Richtlinienänderungen prüfen können, bevor sie diese implementieren. Auch lässt sich laut Cisco mit Tetration das Verhalten von Anwendungen kontinuierlich überwachen, um abweichende Kommunikationsmuster zu identifizieren. Außerdem können Nutzer konsistente Sicherheitsrichtlinien bei jeder Anwendung durchsetzen, unabhängig von ihrer Ablaufumgebung.

Weitere Informationen finden sich unter www.cisco.de.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.