+++ Produkt-Ticker +++ HP Cloudsystem 8, von HP Ende 2013 angekündigt (LANline berichtete), ist ab sofort verfügbar. Die Komplettlösung für den Aufbau und Betrieb von Cloud-Services umfasst in Version 8 einen neu gestalteten Service-Marktplatz mit rollenspezifischem Zugriff auf die Funktionen. Die Nutzung der Cloud-Management-Plattform Openstack soll für Offenheit und Integrationsfähigkeit mit Lösungen von Drittherstellern und externen Cloud-Umgebungen sorgen. HP verspricht eine Einführung innerhalb weniger Stunden und eine Skalierbarkeit vom Einsteigersystem bis zur SaaS-Provider-Plattform.

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Cloudsystem 8 bietet laut HP nun rollenspezifische Benutzeroberflächen für Endanwender, Designer und Administratoren. Die Auswahl erfolgt über Icons, wie man sie von Consumer-Applikationen her kennt. Die Interfaces für Designer und Administratoren folgen laut Hersteller dem Aufbau der hauseigenen Infrastruktur-Management-Software Oneview, um einheitliche Bedienbarkeit zu garantieren.

 

Cloudsystem 8 ist in drei Versionen mit unterschiedlichen Zusammenstellungen von C7000-Server-Blades und 3Par-Storage erhältlich: Die Variante Small umfasst acht Server-Blades, 3Par Storeserv 7200 Medium kommt mit 16 Server-Blades, Storeserv 7400 Large mit 64 Server-Blades und Storeserv 10800 mit sechs Knoten. An Hypervisoren stehen VMware Vsphere, Microsoft Hyper-V und Red Hat KVM zur Auswahl.

 

HPs kombiniert die Cloud-Plattform mit der integrierten Infrastrukturlösung HP Converged Cloud 700x. Via Openstack lasse sich Cloudsystem 8 aber auch mit Drittanbieter-Hardware betreiben.

 

HPs Openstack-Distribution Cloud OS umfasst laut Herstellerangaben die Openstack-Module Compute („Nova“), Block Storage („Cinder“), Network („Neutron“), Identity („Keystone“), Image („Glance“) und Dashboard („Horizon“). Hinzu gesellen sich HP-eigene Erweiterungen und Plug-ins, darunter HPs SDN-Controller (Software-Defined Networking), ein aufgehübschtes Administratoren-Frontend für Horizon, die Integration von VMware-Vcenter-Clustern sowie ein Tosca-kompatibler (Topology and Orchestration Specification for Cloud Applications) Topologiedesigner.

 

Zusätzlich zur Infrastrukturverwaltung mittels Oneview dient das Prozessautomatisierungs-Tool HPOO (HP Operations Orchestration) der systemübergreifenden Automation und Orchestrierung der Cloud-Services. Die Verwaltung von Drittanbieterlösungen und Best-of-Breed-Cloud-Infrastrukturen erfolge wahlweise über Cloud OS oder die Bordmittel der jeweiligen Systeme. Dies vermeide den gefürchteten Vendor-Lock-in (Abhängigkeit von einem Hersteller).

 

Außerdem, so HP, habe man Cloudsystem in der Version 8 um vorinstallierte und sofort nutzbare Bursting-Optionen erweitert. Neben den Cloud-Plattformen AWS, der hauseigenen Public Cloud und den Cloud-Infrastrukturen ausgewählter HP-Partnerone-Provider unterstütze die Plattfrom nun auch ein Bursting zu Microsoft Azure sowie zu den Service-Providern SFR und Arsys.

 

HP Cloudsystem 8 ist ab sofort bei HP und zertifizierten Vertriebspartnern erhältlich. Es gibt zwei Preismodelle: Bepreisung pro Betriebssysteminstanz oder pro Server. Beim Pricing pro OS ist die Lizenz laut HP-Verlautbarung nicht zeitbegrenzt, beim Pricing pro Server gilt sie für die Lebensdauer des physischen Servers. So koste zum Beispiel ein Cloudsystem 8 Foundation für zehn virtuelle Maschinen inklusive einem Jahr Support 990 Dollar, das gleiche System für einen physischen Server mit einer beliebigen Zahl virtueller Maschinen 1.290 Dollar. HP Cloudsystem Enterprise für zehn OS-Instanzen kostet mit einem Jahr Support 2.990 Dollar, in der Ein-Server-Variante 3.490 Dollar.

 

Weitere Informationen finden sich unter www8.hp.com/de/de/business-solutions/solution.html?compURI=1079455.

Der Administrator erhält per Dashboard Auskunft über den aktuellen Zustand seines Cloudsystems. Bild: HP

HP Cloudsystem 8 präsentiert sich mit einer modernen, rollenspezifischen Benutzeroberfläche. Bild: HP