Cohesity, Anbieter für hyperkonvergente Sekundärspeicherlösungen, hat sein Portfolio um neue Backup-, Wiederherstellungs- und Daten-Management-Funktionen für Enterprise-Anwendungen ergänzt. Das Unternehmen will es ermöglichen, große Daten-Workloads von Hadoop, verteilte NoSQL-Datenbanken, Kubernetes-Container-Applikationen und SaaS-Umgebungen (Software as a Service) über eine einzige, Web-basierte Plattform abzusichern und zu verwalten.

Nach Bekunden des Herstellers stellen Hadoop-Workloads, verteilte NoSQL-Datenbanken, Container- und SaaS-Anwendungen gängige Komponenten des IT-Stacks von Unternehmen dar. Lösungen, die all diese Workloads einzeln schützen, seien in ihrer Verwaltung oft ineffizient und verschärfen zudem die Datenfragmentierung. Mit seinem Daten-Management vereint Cohesity nun nach eigenen Angaben gängige Hypervisoren, darunter VMware, Nutanix AHV und Microsoft Hyper-V, Datenbanken und Anwendungen (Oracle, SQL, SAP HANA), Speicher, physische Workloads und Workloads auf einer softwaredefinierten Plattform. Auf diese Weise will der Anbieter den von traditionellen Datenbanken und Anwendungen bekannten Schutz sowie die Wiederherstellbarkeit und leichte Verwaltung auch für moderne Anwendungen ermöglichen.

Neben der Datenverwaltung für große HDFS-Workloads (Hadoop Distributed File System) und verteilte Datenbanken wie MongoDB, Cassandra, CouchBaseDB oder Hbase wird der Hersteller nach eigenen Angaben auch Backup- und Wiederherstellungsfunktionen für Kubernetes-Container-Applikationen bereitstellen, die die zugrunde liegenden Daten und den Anwendungszustand schützen soll. Unternehmen seien so in der Lage, gesamte Anwendungen zu sichern und nicht nur die Daten. Die Backups für Container-Applikationen seien zudem anwendungskonsistent und ließen sich im Modus „Incremental Forever“ durchführen. Das heißt, dass nach einem Voll-Backup nur noch inkrementelle Backups ausgeführt werden. Die Wiederherstellung erfolgt laut Cohesity entweder am ursprünglichen oder an einem beliebigen Speicherort. So sollen Anwender Disaster-Recovery- und Migrationsoptionen erhalten.

In Bezug auf SaaS-Anwendungen schließt der Hersteller bei seinen Backup- und Wiederherstellungsfunktionen zudem auch Microsoft Office 365 und Microsoft OneDrive mit ein. Auf diese Weise sollen Anwender sich vor Datenverlust durch Fehler oder Malware schützen können. Durch die Nutzung der Informationen aus Azure Active Directory bei der Einrichtung von Backup- und Wiederherstellungsrichtlinien erfülle man außerdem Sicherheits- und Compliance-Anforderungen, so der Hersteller weiter. Diese neuen Funktionen basieren auf den bestehenden Schutzmechanismen für Microsoft Office 365 Exchange Online, die Cohesity bereits im September 2018 vorgestellt hat.

Weitere Informationen finden sich unter www.cohesity.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.