Die IoT-Datenbank CrateDB hat mit Version 4.0 ein neues Release erhalten. Laut Crate.io, Entwickler und Anbieter der Datenbank, soll die Plattform durch das Release robuster als der Vorgänger sein, mehr SQL-Funktionen sowie PostgreSQL-Tools unterstützen und neue Optionen für die Arbeit mit Zeitreihen bieten. Der Fokus der Neuerungen liege auf der sicheren und einfachen Speicherung großer Datenmengen sowie deren zeitbasierter Echtzeitanalyse.

Bei CrateDB handelt es sich laut Crate.io um eine verteilte SQL-Datenbank, die auf einer NoSQL-Architektur aufsetzt und so den Komfort von SQL für die Verarbeitung jedweder strukturierter oder unstrukturierter Datentypen nutzen kann. Dynamische Schemata sollen es extrem erleichtern, neue Datentypen oder Indizes hinzuzufügen. Die Architektur erlaubt laut Hersteller eine horizontale Skalierung durch das Zusammenschalten von Servern zur Erfassung von Millionen von Daten pro Sekunde und Hunderte von TByte in Cluster-Größe. Die verteilte Verarbeitung, die Datenpartitionierung sowie die In-Memory-Indizes soll Antworten auf Zeitreihenanfragen in Millisekunden liefern, selbst wenn viele Clients gleichzeitig auf der Datenbank arbeiten.

CrateDB eignet sich laut Crate.io für Anwendungen im IIoT (Industrial Internet of Things), wo man große Mengen an Sensor- und Maschinendaten in unterschiedlichsten Formaten in Echtzeit erfassen, speichern und analysieren muss. Die Datenbank soll dabei helfen, komplexe Daten-Management-Lösungen für die weitgehende Automatisierung der Fertigung zu entwickeln.

Mit dem Release erhalte CrateDB eine Reihe zusätzlicher und verbesserter Funktionen. Laut Hersteller vereinfacht Version 4.0 die Arbeit mit Zeitreihen, indem man die Optionen für die Spezifikation von Frames für Windows verbessert habe. Ebenso sei die Datenbank nun resilienter bezüglich Netzwerkproblemen, indem Crate.io das automatische Verbinden von Knoten zu Clustern optimiert und auf die sogenannte Zen2 Discovery umgestellt hat.

Neue Funktionen führt der Hersteller mit dem Update auch im SQL-Umfeld ein. Unter anderem habe man die Interoperabilität mit PostgreSQL erweitert. Beispielsweise hat Crate.io die Namen von Dateitypen sowie Zeitstempelformate synchronisiert. Mit der neuen Version wurden auch im Hinblick auf die Compliance mit ANSI SQL zusätzliche Anpassungen vorgenommen.

Administratoren sollen nun über einen privilegierten Zugangstypus verfügen. Ebenso hat der Hersteller ein Masking für sensitive Informationen eingeführt, um die Sicherheit beim Handling von Zugangsdaten von Microsoft Azure oder AWS zu verbessern, die beim Importieren, Exportieren und beim Erstellen einer Sicherungskopie relevant sind. Ebenso führt Crate.io mit Version 4.0 eine Reihe an Verbesserungen für höhere Stabilität der Datenbank ein.

Weitere Informationen finden sich unter www.crate.io.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.