Mit DIS-100G, DIS-300G und DIS-700G hat der Netzwerkausrüster D-Link auf dem Mobile World Congress in Barcelona gleich drei neue Produktserien vorgestellt, die vor allem für Anwendungen in Smart Cities, Industrie 4.0 und der Automatisierungstechnik konzipiert sind. Nach Angaben des Herstellers sind die Geräte für eine deutlich höhere Standfestigkeit gegenüber Umwelteinflüssen konzipiert, als dies herkömmliche Switches bieten können.

Die Modelle der neuen Switch-Serien sind für einen erweiterten Temperaturbereich von -40 °C bis +75 °C ausgelegt und sollen Vibrationen und Stößen standhalten. Auf diese Weise lassen sich die Produktneuheiten im Außenbereich einsetzen, etwa in Schaltschränken am Straßenrand oder in einer sehr kalten oder feuchtwarmen Umgebung. Eine Klimatisierung oder ein vibrationsgedämpftes Gehäuse sei dadurch nicht nötig.

Für den Einsatz im Industrieumfeld, beispielsweise in der Automatisierungstechnik und im Bereich Industrie 4.0, sind die Switches laut D-Link mit einer hohen elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) ausgestattet. Auf diese Weise soll vermieden werden, dass die neuen Modelle andere Geräte nicht durch ungewollte elektrische oder elektromagnetische Effekte stören oder selbst gestört werden.

Die DIS-100G-Familie ist für den Einsatz im Access Layer oder Edge-Bereich eines Netzwerks konzipiert, so der Netzwerkausrüster. Als Unmanaged Switches stellen die Modelle ohne Konfigurationsaufwand mindestens vier Gigabit-Ethernet-TP-Ports – zum Teil mit Uplink-Funktion über GBIC – bereit. Insgesamt umfasst die Reihe die Modelle DIS-100G-5W, DIS-100G-5SW und DIS-100G-5PSW, die sich durch ihre Port-Konfiguration unterscheiden. Der DIS-100G-5PSW enthält außerdem eine PoE-Unterstützung nach IEEE 802.3at (PoE+). Damit könne er bis zu 30 Watt pro Port für angeschlossene Geräte bereitstellen.

Die DIS-300-G-Serie ist hingegen verwaltbar und soll weitergehende, detaillierte Konfigurationsmöglichkeiten für den Einsatz in Industrie und Smart Cities erlauben. Dies umfasst laut D-Link eine Fernüberwachung von Parametern, Datenflusskontrolle und QoS-Funktionen, etwa für kommunale Videoüberwachungsaufgaben. Über VLAN lassen sich vertrauliche Daten wie beispielsweise Videobilder von anderen, weniger sensiblen Informationen trennen. Zum weiteren Funktionsspektrum der Reihe gehört Traffic Shaping und ein Bandbreiten-Management.

Umfassende Redundanzfunktionen sollen die Netzverbindung nach Fehlern schnell wieder herstellen, während ein Port-basierter Schutz und die Analyse von Schadsoftware im Datenverkehr für Sicherheit sorgen sollen. In der DIS-300G-Familie verfügen die Varianten DIS-300G-8PSW und DIS-300G-14SPW über PoE-Funktionalität.

Beim DIS-700G-28XS L2+ handelt es sich laut Hersteller um einen Gigabit Aggregation-Switch mit QoS-Funktionen wie SPQ, WRR und SPQ+ WRR Scheduling. Auch beim DIS-700G sind Traffic Shaping, Bandbreiten-Management sowie umfassende Redundanzfunktionen integriert. Port-basierter Schutz und die Analyse von Schadsoftware im Datenverkehr sollen ebenfalls für Sicherheit sorgen. Mit seinen 24-GbE- und vier 10GbE-Ports eignet er sich nach Bekunden des Herstellers als Mittler zwischen industriellen Umgebungen und dem Rechenzentrum. Zudem sei der DIS-700G28XS L2+ in der Lage, Daten durch VLAN-Support logisch zu trennen und zu isolieren.

Weitere Informationen finden sich unter www.d-link.de.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.