Consol: Fünf Schritte zur Infrastruktur-Automatisierung

Ansätze für die Infrastruktur-Automatisierung

03. Februar 2021, 08:30 Uhr   |  Jörg Schröper

Ansätze für die Infrastruktur-Automatisierung
© Consol

„Die Infrastruktur-Automatisierung wird für immer mehr IT-Abteilungen unverzichtbar, um die steigenden Anforderungen an Agilität und Flexibilität erfüllen zu können“, erklärt Oliver Weise, Principal Software Engineer bei Consol.

Automatisierung hat in der Software-Entwicklung zu großen Erfolgen geführt und ist als Methodik fest etabliert. Der IT-Dienstleister Consol setzt dieses Vorgehen nach eigenen Angaben auch im Infrastrukturbereich ein und hat die wichtigsten methodischen Ansätze für die Automatisierung im Rechenzentrum zusammengefasst.

In der Software-Entwicklung sind Automatisierungsprozesse längst unverzichtbar. Für die Bereitstellung (Provisionierung) und Wartung (Maintenance) von Anwendungen hat dafür eine inzwischen weit fortgeschrittene Evolution von Werkzeugen und Methoden stattgefunden, die die Entwicklungsgeschwindigkeit, Effizienz und Ausfallsicherheit von Software enorm gesteigert hat, so Consol. Nachdem IT-Infrastruktur wie Speichersysteme, Server und Netzwerk-Komponenten immer stärker virtualisiert und durch Software definiert sind, können die im Softwaresegment gemachten Erfahrungen jetzt auch als Vorbild und Methodenlieferant für die Automatisierung im Rechenzentrum dienen, so der IT-Dienstleister weiter. Hier fünf Punkte:

Everything as Code: Die Definition von IT-Infrastruktur als Code in Form einer Art „Schablone“ verhindert Varianzen in der Ausführung und ermöglicht unter anderem das einfache Handling komplexer Konstrukte, die mehrfache Erzeugung von Instanzen, die Nachverfolgung von Änderungen in einem Code-Repository, die Dokumentation von Soll-Zuständen sowie die automatische Ermittlung möglicher Abweichungen vom definierten Ist-Zustand („Drift Detection“).

Automated Testing: Veränderungen an der Definition der Infrastruktur lassen sich automatisiert testen. Dabei wird für den Testlauf die Infrastruktur automatisch als Instanz auf einem dedizierten Staging-System (identisches Abbild des Produktivsystems) bei einem Cloud-Provider aufgesetzt und dort anhand von softwaregetriebenen Tests überprüft. Anschließend lässt sich das Staging-System ebenso selbständig wieder rückstandsfrei zurückfahren.

Parallelisierung: Sobald ein Provisioning-Prozess mit der Verwaltung von allen Diensten, Rechten und Ressourcen einmal automatisiert ist, kann er mehrfach parallel ablaufen. So ist beispielsweise das Upgrade dutzender Instanzen eines Systems auf eine neue Version gleichzeitig zu realisieren.

Parametrisierung: Ein IT-Automationscode lässt sich ebenso wie Software über komplexe Parameter steuern. Dadurch kann man eine Infrastruktur-Vorlage mehrfach in unterschiedlichen Varianten als Instanzen für konkrete Systeme nutzen. Damit lassen sich beispielsweise mit geringem Aufwand individuelle Mandanten-Installationen mit leicht unterschiedlichen Ausprägungen realisieren.

Idempotenz: In Anwendungen liefern idempotente Prozesse immer das gleiche Ergebnis, und zwar gleichgültig, wie oft sie aufgerufen werden. Dadurch sind sie besonders robust. Übertragen auf die IT Automation erlauben sie das nachträgliche Einpflegen von Änderungen in einem komplexen Infrastruktur-Code, der anschließend auch auf bereits existierende Systeme anwendbar ist.
 

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