Vorteile integraler Sicherheitslösungen

EN-50600-Anforderungen im RZ erfüllen

24. Oktober 2022, 7:00 Uhr | Frank Neubauer/am
All diese unterschiedlichen Sicherheitssysteme für ein Datacenter lassen sich in einer integralen Lösung zusammenfassen.
All diese unterschiedlichen Sicherheitssysteme für ein Datacenter lassen sich in einer integralen Lösung zusammenfassen.
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Die Anforderungen an moderne IT-Infrastrukturen entwickeln sich zunehmend dynamisch und erfordern flexible und modulare Lösungen. Dabei spielen bedarfsorientierte Konzepte und skalierbare technische Ansätze eine wesentliche Rolle. Hinzu kommt mit der EN 50600 die erste europaweit länderübergreifende Norm, die mit einem ganzheitlichen Ansatz umfassende Vorgaben für die Planung, den Bau sowie das Management und den Betrieb eines Rechenzentrums macht. Vielfältige Anforderungen also, die sich durch den Einsatz integraler Sicherheitslösungen erfüllen lassen.

Mit modernen IoT-Systemen und Ansätzen wie SDH (Software-Defined Hardware) lassen sich gewerkeübergreifende sowie standardisierte Systeme darstellen. Diese etablieren sich heute bereits zunehmend, denn sie können – im Gegensatz zu konventionellen Einzelsystemen – diesen Anforderungen mit nur geringen planerischen und materiellen Aufwendungen gerecht werden. Ein so konstruiertes digitales Sicherheitssystem basiert auf einer modularen Software. Diese ist sowohl auf den einzelnen Hardwarekomponenten als auch auf virtuellen Maschinen lauffähig. Ein solches Systemdesign erlaubt ein individuelles Maß an Redundanz und Verfügbarkeit.

Dabei lassen sich einzelne Systemkomponenten autark sowie im skalierbaren Verbund betreiben. Die klassischen Gewerke verschmelzen so zu einem Lösungsverbund. Zum Beispiel erfolgt die Kombination von Funktionen aus der Einbruchmeldetechnik, Zutrittskontrolle und Videoüberwachung in einer Systemkomponente. Eine solche Reduzierung von Schnittstellen zwischen Systemen und Gewerken ist essenziell, da diese oft einen hohen Aufwand im Projekt erzeugen. Der Einsatz integraler Systemlösungen auf IoT-Basis minimiert den Aufwand sowohl bei der Planung, im Betrieb, als auch bei späteren Software-Updates.

Auch reduziert sich der Installations- und Koordinationsaufwand dank standardisierter und gewerkeübergreifender Systeme. Der Einsatz von kombinierten Sicherheitssystemen verringert zudem die Anzahl der Hardwarekomponenten deutlich – ein maßgeblicher Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Sicherheitstechnik und im gesamten Datacenter.

Die Topologie solcher digitalen Sicherheitssysteme lässt eine flexible Anpassung an sich ändernde Anforderungen zu. Erweiterungen oder Reduzierungen der Anlagenbeschaffenheit sind jederzeit unterbrechungsfrei und einfach umsetzbar. Solche Systeme zeichnen sich durch den Einsatz von SDH mit einer nahezu unbegrenzten Kompatibilität aus.

Durch den gezielten Einsatz von innovativen Hardwarekomponenten und fachgerechte Installation lassen sich die Compliance-Anforderungen der ISO/IEC 22237 (EN 50600) und die gewerkespezifischen Normen, auf die die EN 50600 verweist, erfüllen. Bei dem Einsatz der hier beschriebenen IoT-Software ist sogar in verschiedenen Bereichen eine Übererfüllung der Anforderungen möglich, da auch optionale Anforderungen durch den SDH-Ansatz komfortabel und einfach möglich sind.

Betrachtet man den gesamten Lebenszyklus einer solchen Anlage, ist der eigentliche Betrieb die längste Phase. Hier kann man alle administrativen Arbeiten mit nur einem System eines einzigen Herstellers bewältigen. Das funktioniert dank zentralen Nutzerberechtigungen sowie digitaler, revisionssicherer Dokumentation sämtlicher Ereignisse und relevanter Informationen. Durch den modularen und flexiblen Aufbau dieser digitalen Sicherungssysteme kann man auf Entwicklungen wie Erweiterung, Nutzungsänderung oder Reduzierung der Anlage einfach und bedarfsorientiert reagieren. Diese im Betrieb notwendigen Anpassungen im Bereich der Hardware lassen sich jederzeit unterbrechungsfrei und sicher durchführen. Regelmäßige Software-Updates unterstützen den Prozess. Auch der Instandhaltungsaufwand verringert sich. Der personelle, koordinative und materielle Aufwand und damit auch die Kosten für sämtliche Instandhaltungsmaßnahmen eines kombinierten digitalen Sicherheitssystems sind geringer als bei unterschiedlichen konventionellen Systemen.

Solche Systeme verfügen über eine Zentrale (Main Device). Diese kann weitere kombinierte Nebenstellen (Satelliten) über das Netzwerk aufnehmen und – basierend auf modernen Web-Techniken – zentral bedienen und managen. Die Anlagen genügen höchsten netzwerktechnischen Sicherheitsstandards und sind in der Lage, digitale Schnittstellen für diverse Kontakte, Melder, Schlösser sowie Alarmgeber aufzunehmen.

Verschlüsselte HTTPS/TLS-Kommunikation und zertifikatsbasierte Authentifizierung nach IEEE 802.1x setzen den aktuellen Standard. Weiterhin findet hiermit eine logische Trennung der Netzwerke zwischen der Technik für Melder, Kameras, Switche etc. und der Bediener beziehungsweise der Alarm-Empfangszentrale statt. Diese Systeme besitzen einen hohen Standardisierungsgrad und verfügen über einheitliche, leistungsstarke Hardwarekomponenten. Die Software entscheidet hier über die Funktionalitäten (Software defined Hardware) und ist damit immer kompatibel und unbegrenzt skalierbar.

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