IP-basierte Sicherheit

Fundament für Datacenter-Schutz

18. Dezember 2020, 07:00 Uhr   |  Nicolas Roussel und Edwin Beerentemfel/am

Fundament für Datacenter-Schutz
© Bild: Siemon

Bild 1. IT-Infrastrukturlösungen für Rechenzentren gehören zum Basisequipment.

Der Betrieb physischer Sicherheitssysteme erfolgt heute weitgehend über IP-basierte Netzwerke. Doch wie muss die physische Infrastruktur bestimmt sein, um Netzwerk-Videokameras und Zutrittskontrollsysteme optimal zu unterstützen? Siemon und Axis Communications haben den Markt für IP-basierte Sicherheit genauer unter die Lupe genommen.

Einem Bericht auf grandviewreserach.com zufolge ist auf dem weltweiten Markt für physische Sicherheit bis 2027 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 6,5 Prozent zu erwarten. Dies überrascht nicht, denn Sicherheit spielt heute in allen öffentlichen und privaten Bereichen und im Arbeitsumfeld eine immer größere Rolle.
Sicherheitsanwendungen sind im Wesentlichen überall dort anzutreffen, wo sich Menschen begegnen oder zusammenkommen. Ob in Bürogebäuden, Restaurants oder Shops, an Verkehrsknotenpunkten wie Flughäfen, U-Bahn-Stationen und Parkhäusern, im öffentlichen Bereich wie Parks, Stadien oder Straßen, zudem in Krankenhäusern, Schulen und Universitäten – physische Sicherheitssysteme gewährleisten den nötigen Schutz und mindern zugleich die Risiken und die Haftung.

Security over IP

Zu den gängigsten physischen Systemen gehören Videoüberwachung und Zutrittskontrolle, allerdings hat sich hier im Laufe der Jahre viel getan. Digitale Lösungen, die sich das Internet Protocol (IP) zunutze machen, lösten CCTV und Keypad-basierte Zutrittssysteme ab.
Zu den modernen IP-basierten Videotechniken gehören heute die hochauflösende 360-Grad- und Fernüberwachung sowie die Schwachlicht-, Nachtsicht- und Wärmebildüberwachung. Ebenfalls in Gebrauch sind Gesichts-, Sprach- und Iriserkennung sowie Verhaltensanalyse.

Auch die Nachfrage nach IP-basierten Zutrittskontrollsystemen steigt. Dazu gehören vernetzte Tür-, Tor- oder Drehkreuzleser, die mit Relais, Türkontakten und Sensoren kommunizieren, um den Zutritt zu kontrollierten Bereichen zu ermöglichen. Sie lassen sich in Videoüberwachungs-, Live- und Alarmsystemen integrieren, um die Sicherheit zu erhöhen, beispielsweise, um Unbefugte am Eindringen zu hindern – oder um bei Gefahr die Notausgänge zu öffnen. Netzwerkbasierte Sicherheitslösungen bieten eine Vielzahl an Vorteilen, die weit über die Bildqualität von Überwachungssystemen hinausgehen. Im Gegensatz zu herkömmlichen analogen Systemen, bei denen eine Verlegung separater Kabel für Strom, Video und Steuerung erfolgen muss, benötigen IP-basierte Lösungen für alles nur ein einziges Kabel.

Die besonderen Vorteile von IP

Auf diese Weise lassen sich erhebliche Einsparungen bei Material, Arbeit und Wartung erzielen. Die Installation ist zudem einfacher und separate Netzkabel zur Stromversorgung der Geräte sind nicht notwendig.
Die IP-basierte Sicherheit verbessert darüber hinaus die Funktionalität, denn sie ermöglicht die Integration anderer Sicherheitssysteme. So lässt sich die Überwachung beispielsweise in Zutrittskontrollsysteme integrieren. Darüber hinaus kann die Durchführung einer erweiterten Videoanalyse sowie einer zentralisierten Kontrolle von jedem Standort aus erfolgen.

Da eigenständige, proprietäre Sicherheitssysteme allmählich der Vergangenheit angehören und IP-basierte Sicherheitssysteme über ein einziges, einheitliches IP-Netzwerk betrieben werden, stellt sich die Frage nach der zugrunde liegenden Verkabelungsinfrastruktur. Wie muss diese beschaffen und geplant sein, um diese Systeme optimal zu unterstützen?

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1. Fundament für Datacenter-Schutz
2. Leistungsfähige Netzwerkverkabelung
3. RZ– besonders schutzbedürftig

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