Optimierung bestehender Rechenzentren

Investitionen sinnvoll einsetzen

6. Oktober 2022, 12:00 Uhr | Martin Weber/am
RZ-Analyse
Beispiel RZ-Analyse.
© Prior1

Nach der Planung, dem Bau, und der Inbetriebnahme von Rechenzentren sind diese dann viele Jahre lang mehr oder minder unverändert in Gebrauch. Doch die Anforderungen der betreibenden Unternehmen, die technischen Möglichkeiten und die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern sich im Laufe der Zeit. Um böse Überraschungen zu verhindern, Kosten zu sparen und Risiken zu vermeiden, ist es notwendig, Defizite in Bestandsrechenzentren zu entfernen und Optimierungspotentiale zu nutzen.

Ein Rechenzentrum ist heutzutage eine unerlässliche Infrastruktureinrichtung für viele Unternehmen. Das zeigt sich bereits an der Anzahl der Rechenzentren in Deutschland: Aktuell gibt es etwas mehr als 3.000 Rechenzentren mit mehr als 40 kW IT-Anschlussleistung. Insgesamt bestehen etwa 50.000 kleinere IT-Installationen und Rechenzentren. Die meisten davon entsprechen nicht den neuesten Standards, was zu hohen Kosten und ineffizientem Verbrauch von Ressourcen führt.

De facto können viele Rechenzentren, in ihrem aktuellen Zustand, die an sie vom Betreiberunternehmen gestellten Verfügbarkeitsanforderungen sowohl auf technischer wie auch prozessualer Ebene nicht sicherstellen. Der Grund: Optimierungen finden zwar in Teilbereichen statt, aber eine umfassende Prüfung erfolgt in den wenigsten Unternehmen – schon gar nicht auf regelmäßiger Basis. In praktisch jedem Rechenzentrum gibt es daher Verbesserungspotential, um die Verfügbarkeit der IT-Systeme zu erhöhen, um den Stromverbrauch zu reduzieren, um Risiken zu vermeiden und Gesetze und Normen einzuhalten oder um zum Klimaschutz beizutragen. Und daraus resultierend: Um Kosten zu sparen.

Keine Bestnoten für Deutschlands Rechenzentren

Prior1 hat in den letzten zehn Jahren mehr als 50 Bestandsrechenzentren im Rahmen des Beratungsangebotes „RZ-Check“ umfassend überprüft. Dieses Ein-Tages-Audit besteht aus einer Begehung sowie aus über 160 Einzelfragen aus elf Themenbereichen – dazu gehören unter anderem Konzepte und Prozesse, Umgebungsrisiken, bauliche Strukturen, Stromversorgung, Klima- und Sicherheitstechnik, Energieeffizienz sowie Netzwerkversorgung. Kein einziges der überprüften Rechenzentren hat eine Bewertung >90 Prozent erreicht. Die meisten lagen deutlich unter 50 Prozent. Der Grund: Es fehlt den Unternehmen der ganzheitliche Blick auf das Rechenzentrum. Die bei den Checks ermittelten Defizite sind unterschiedlicher Natur: Ein Unternehmen hat ein Rechenzentrum mit neuester Technik, dafür gibt es Mängel bei den im Arbeitsalltag und im Notfall angewandten Prozessen. Bei einem anderen sind die Prozesse top, dafür die Technologie veraltet. Und bei wieder anderen ist in erster Linie der Standort das Problem oder die Energieeffizienz.

Rechenzentren sind komplexe, dynamische Systeme, die laufend Änderungen der technischen und organisatorischen Anforderungen unterworfen sind. Gesetzliche Rahmenbedingungen und Normen ändern sich, genauso wie die Erwartungen der Unternehmen selbst in Bezug auf Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Energieeffizienz. Auch Versicherungen und Wirtschaftsprüfer sowie in einigen Branchen zusätzlich Kunden und Lieferanten stellen Anforderungen an die Rechenzentren der mit ihnen kooperierenden Unternehmen. Rechenzentren müssen heute höhere Leistungen erbringen, effizienter sein und gleichzeitig Kosten sparen. Das können Bestands-Rechenzentren nur dann leisten, wenn man sie ganzheitlich optimiert.

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  2. Den aktuellen Anforderungen entsprechen

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