Komplexe Datenbereitstellung

Umstieg auf ein hybrides Rechenzentrum

8. November 2022, 12:00 Uhr | Florian Malecki/am
RZ-Bau
© Wolfgang Traub

Mit einem hybriden Rechenzentrum können Unternehmen ihre Daten besser verwalten, sowohl vor Ort als auch in einer privaten oder öffentlichen Cloud. Diese Flexibilität ist heute von entscheidender Bedeutung, denn Unternehmen müssen sich sowohl mit neuen IT-Trends als auch wachsenden Bedrohungen auseinandersetzen, beispielsweise Ransomware-Attacken. Ein hybrides Rechenzentrum bietet eine anpassungsfähige, flexible IT-Umgebung, die es Unternehmen ermöglicht, nicht nur auf Ransomware, sondern auch auf andere Probleme schnell und effektiv zu reagieren, und zwar im laufenden Betrieb.

Ein hybrides Rechenzentrum bietet ein Plus an Sicherheit, Leistung, Zuverlässigkeit, Agilität, Skalierbarkeit und Kosteneinsparungen. Aber das ist leichter gesagt als getan, denn die Datenbereitstellung für hybride Rechenzentren ist durchaus komplex. Zwar ermöglicht sie es Unternehmen, Daten und Workloads nach Bedarf effizienter zu speichern und zu verschieben und dabei eine bessere Kontrolle über sensible Daten zu erlangen. Gleichzeitig erhöhen sich aber auch die Komplexität und der Verwaltungsaufwand von Servern, Speicher, Netzwerken und Software.

So sind Unternehmen beispielsweise selbst dafür verantwortlich, ihre Daten und Anwendungen sowohl in der Cloud als auch vor Ort zu schützen. Sie müssen in der Lage sein, Daten und Anwendungen in der Cloud oder vor Ort wiederherzustellen, unabhängig davon, wo das Unternehmen die Daten und Anwendungen ursprünglich gehostet hat. Außerdem gilt es, die Sicherung und Wiederherstellung in der hybriden Umgebung zu steuern und zu verwalten.

Auf drei Aspekte sollten die Unternehmen besonders achten, wenn sie ihre Daten in einem hybriden Rechenzentrum erfolgreich verwalten und schützen wollen.

1. Zentralisierte Datensicherung

Für eine erfolgreiche Datensicherung in einem hybriden Rechenzentrum ist ein zentralisiertes Backup-Management unerlässlich. Um effektiv zu sein, muss die Backup-Lösung deshalb über eine zentralisierte Backup-Verwaltungskonsole verfügen. Viele Anbieter von Sicherungssoftware integrieren diese in die Verwaltungskonsole des Cloud-, Hypervisor- oder Betriebssystemanbieters. Das vereinfacht zwar einerseits die Verwaltung von Backups als Teil des Betriebs in einer bestimmten Umgebung, aber ein Cloud-, Hypervisor- oder Betriebssystem-zentrierter Ansatz zur Verwaltung ist in einem hybriden Rechenzentrum nicht praktikabel. Stattdessen kann eine separate, zentralisierte Konsole die Datensicherung in einem hybriden Rechenzentrum besser verwalten. Anwender und Administratoren können auf diese Art und Weise die Sicherung und Wiederherstellung von Workloads überwachen und verwalten, unabhängig davon, ob diese vor Ort oder in der Cloud ausgeführt sind. Ebenso wichtig ist, dass es zentrale Richtlinien gibt, die man dann auf die einzelnen Umgebungen überträgt.

2. Workload-Mobilität

In einer hybriden Umgebung befinden sich die Workloads in der Cloud, vor Ort oder an beiden Plätzen. Eine Datenschutzlösung muss daher für die Sicherung mehr als nur den Ort identifizieren. Sie muss auch die Umgebung erkennen, in der sich die Daten wiederherstellen lassen. Das ist entscheidend, damit eine Lösung alle notwendigen Schritte für die erfolgreiche Wiederherstellung vornehmen kann. Diese Fähigkeit zur Sicherung und Wiederherstellung von Daten in einer Cloud- sowie einer On-Premises-Umgebung ist unerlässlich. Machbar ist das mit Lösungen, die zunächst die physischen Maschinen sichern und sie dann auf einer virtuellen Maschine wiederherstellen – entweder in der Cloud oder vor Ort. Die optimale Lösung sollte aber auch mit der Cloud, dem Hypervisor sowie den Betriebssystem-APIs integriert sein, um entsprechende Backups und Wiederherstellungen vornehmen zu können.


  1. Umstieg auf ein hybrides Rechenzentrum
  2. 3. Schutz vor Ransomware

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