Kosten senken und die Umsetzung optimieren

Vertiv Research: Standardmodelle für die Implementierung von Edge-Infrastrukturen

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© Wolfgang Traub

Vertiv, globaler Anbieter von Lösungen für kritische digitale Infrastrukturen und Kontinuität, hat die Ergebnisse eines ausführlichen Forschungsprojekts im Bereich Edge-Infrastrukturen veröffentlicht. Die Ergebnisse sollen Unternehmen dabei helfen, einem standardisierten Ansatz für die Implementierung von Edge-Computing zu folgen, um Kosten und Einführungszeiten zu reduzieren.

Der Bericht mit dem Titel „Edge Archetypes 2.0: Deployment-Ready Edge Infrastructure Models“ baut auf der Untersuchung und Klassifizierung von Edge-Archetypen auf, die Vertiv 2018 präsentierte. Die Studie kategorisiert die Edge-Standorte anhand der folgenden Faktoren: Standort und Umgebungsbedingungen, Anzahl der Racks, Stromverbrauch und -verfügbarkeit, Standortmiete, passive Infrastruktur, Edge-Infrastruktur, Anbieter und Anzahl der einzurichtenden Standorte.

Device Edge: Die Rechenleistung befindet sich im Endgerät selbst, entweder im Gerät integriert oder in einer eigenständigen Form, die direkt mit dem Gerät verbunden ist, wie zum Beispiel AR/VR-Geräte oder intelligente Ampeln.

Micro Edge: Eine kleine, eigenständige Lösung, deren Größe von einem oder zwei Servern bis hin zu vier Racks reichen kann. Sie kann am eigenen Unternehmensstandort oder am Standort eines Telekommunikationsanbieters eingesetzt werden. Zu den häufigsten Anwendungsfällen gehören Echtzeit-Bestandsverwaltung und Netzwerkschränke in Bildungseinrichtungen.

Dezentrales Edge-Rechenzentrum: Dabei kann es sich um ein Rechenzentrum vor Ort handeln (entweder ein bereits bestehendes Unternehmensrechenzentrum, ein Netzwerkraum oder eine neue, eigenständige Anlage). Alternativ ist ein kleines, dezentrales Rechenzentrum oder ein Colocation-Standort im Telekommunikationsnetz oder an einem regionalen Sitz denkbar. Verteilte Edge-Rechenzentren kommen derzeit häufig in Fertigung, Telekommunikation, Gesundheitswesen und Smart Cities zum Einsatz.

Regionales Edge-Rechenzentrum: Eine Rechenzentrumsanlage, die sich außerhalb der zentralen Knotenpunkte von Rechenzentren befindet. Da es sich in der Regel um eine Einrichtung handelt, die speziell für die Bereitstellung von Rechenleistungs-Infrastrukturen entstanden ist, weist sie viele Merkmale von Hyperscale-Rechenzentren auf. Sie ist beispielsweise klimatisiert, überwacht und zeichnet sich durch hohe Sicherheit sowie Zuverlässigkeit aus. Dieses Modell ist für Anwendungen im Einzelhandel üblich und dient als zwischengeschalteter Datenverarbeitungsstandort.


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