Automatisiertes Netzwerk- und Sicherheits-Management

Vorteile von Edge-Rechenzentren nutzen

10. Juni 2022, 7:00 Uhr | Erwin Breneis/am
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Der zunehmende Datenverkehr hat zur Entwicklung eines völlig neuen Rechenzentrumskonzepts geführt: Edge-Rechenzentren. Diese Rechenzentren am Rande des Netzwerks profitieren von einer vollautomatischen Integration von Netzwerk-Management und Sicherheit. Dies bietet Organisationen die bestmögliche Benutzererfahrung in einer gleichzeitig sicheren Umgebung.

Der Betrieb eines oder zweier zentraler Rechenzentren ist für viele Organisationen nicht mehr tragbar. Die Einrichtung von Edge-Rechenzentren kann Abhilfe schaffen. Diese befinden sich in der Nähe der Nutzerschaft und Datenquellen. Sie sind in einer modernen IT-Infrastruktur unverzichtbar. Kürzere Verbindungen verringern die Latenzzeiten, ermöglichen den Anwendern einen schnelleren Zugriff auf die benötigten Anwendungen, Daten und Dienste. Gleichzeitig lassen sich die Kosten des Datentransports reduzieren.

Herausforderungen für Edge-Rechenzentren

Edge-Rechenzentren bringen viele Vorteile mit sich, es gibt jedoch auch Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich der Netzwerkverwaltung oder der Sicherheit. Die Zunahme von Edge-Rechenzentren bedeutet für IT-Abteilungen, dass sie sich mit dem Netzwerk-Management mehrerer Rechenzentren befassen müssen. Infolgedessen ist das Management dieser Rechenzentren wesentlich komplexer. Organisationen und ihre IT-Manager sollten sich daher genau überlegen, wie sie diesen Prozess organisieren.

Ein konstantes Netzwerk-Management ist wichtig, um zu verhindern, dass Abweichungen im Management zwischen Edge-Rechenzentren innerhalb desselben WAN entstehen. Dies erfordert einen klaren Entwurfs- und Implementierungsprozess. Es ist unmöglich, eine konstante Methode des Netzwerk-Managements (Day-2 Operations) von der Automatisierung zu trennen. Andernfalls führt dies zu vielen Fehlern, Ineffizienz, schlechter Benutzererfahrung und höheren Kosten.

Die zweite Herausforderung ist die Sicherheit. In der Vergangenheit beschränkte sie sich auf die physischen und virtuellen Grenzen des Rechenzentrums. Im besten Fall bestanden Security-Maßnahmen aus einer oder mehreren Firewalls, die die Sicherheit und den Zugriff auf die im Rechenzentrum gehosteten Dienste gewährleisteten. Jeder, der es innerhalb des Perimeters vordrang, kann sämtliche Anwendungen und Diensten ausspähen.

Heute reicht ein Konzept nicht mehr aus, das hauptsächlich auf Perimetersicherheit basiert. Edge-Rechenzentren und verteilte Umgebungen, voller Sensoren und Verbindungen, erfordern Sicherheitskonzepte wie Zero Trust und/oder Secure Access Service Edge (SASE).

Zero Trust basiert auf der Idee, dass man keinen Geräten und Personen vertraut, die auf das Netzwerk zugreifen wollen. Fein abgestufte Sicherheitsrichtlinien geben dabei vor, wer, wann und was Zugang zu Anwendungen, Daten und Diensten in Echtzeit hat. Dank Zero Trust lässt sich Sicherheit bis in das kleinste Detail festlegen, ohne die Komplexität für die Sicherheitsverantwortlichen zu erhöhen.

SASE ist ein Sicherheits-Framework, das zum Schutz verteilter Netzwerkumgebungen im Einsatz ist – von Edge-Rechenzentren über reguläre Rechenzentren bis hin zu Multi-Cloud-Umgebungen. Die eingesetzten Sicherheitslösungen identifizieren laufend die Benutzer, wenden Sicherheit durch eine zentral verwaltete Richtlinie an und bieten so einen sicheren Zugang zu den entsprechenden Anwendungen, Daten oder Diensten, unabhängig davon, wo sich Geräte, Anwendungen, Daten oder Benutzer befinden.

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