Die deutschen Internetnutzer trotzen der extremen Hitzewelle der vergangenen Tage. Dies ergab eine aktuelle Google-Umfrage von 1.000 Nutzern im Auftrag des weltgrößten Internetknoten-Betreibers DE-CIX (Deutscher Commercial Internet Exchange) aus Frankfurt. Über 57 Prozent der Befragten gaben an, ungeachtet der tropischen Temperaturen von über 40 Grad das Internet unverändert über ihr Smartphone, Laptop oder PC zu nutzen. Jüngere Befragte zwischen 18 und 24 Jahren verzichten eher auf das Internet (19 Prozent) als ältere Befragte über 61 Jahren (acht Prozent) während der Hitzewelle.

„Diese Befragung zeigt, dass ein Alltag ohne Internet – gleichgültig, bei welchen extremen Temperaturen – gar nicht mehr denkbar ist. Im Allgemeinen bewegt sich der Datenverkehr an unseren weltweit 18 Internetknoten entlang von Wellenbewegungen und spiegelt den täglichen Internet-Nutzungsrhythmus wider, beginnend morgens um sechs Uhr mit seinem Höhepunkt gegen 21 Uhr. Doch es gibt auch saisonale Veränderungen. Im Sommer ist man im Allgemeinen weniger online als in den Herbst-/Wintermonaten. Allerdings zeigen sich die Werte obgleich der extremen Hitzewelle stabil auf normalen ‚Sommerniveau‘“, so Dr. Thomas King, Chief Technology Officer bei DE-CIX.

Der DE-CIX Frankfurt ist der weltweit nach Datenumsatz größte Internetknoten. In Spitzenzeiten beträgt der Datendurchsatz über die mehr als 800 angeschlossenen Netzwerke zirka 6,8 TBit/s.

An den einzelnen DE-CIX Standorten tauschen beim Peering Internet-Service-Provider, Netzbetreiber, Content Delivery Networks und Unternehmen kostenneutral ihren Datenverkehr aus, um die Datenpakete auf dem günstigsten und schnellsten Weg zum Empfänger zu bringen.

Statistiken zum Datenverkehr am DE-CIX in Frankfurt finden Interessierte hier: www.de-cix.net/en/locations/germany/frankfurt/statistics.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.