Viele Unternehmen setzen bereits auf Cloud-Technik, darunter verfolgen immer mehr einen Multi-Cloud-Ansatz, so Dell EMC unter Berufung auf die Marktanalysten von IDC. Vor allem die Multi-Cloud führe jedoch zu neuen Herausforderungen für Unternehmen, gilt es doch, den Datenschutz und die Datensicherheit über Workloads hinweg sicherzustellen und DSGVO- und andere Compliance-Anforderungen zu erfüllen. Das größte Defizit macht Dell EMC nach eigenem Bekunden vor allem bei der Datensicherheit aus. Mit seinen verbesserten Data-Protection-Appliances will der Hersteller gegensteuern.

So hat das Unternehmen den Funktionsumfang für die Backup-Appliances der Produktfamilien Data Domain und Integrated Date Protection Appliance (IDPA) mit Hinblick auf Multi-Cloud-Umgebungen erweitert. Mit den Softwareversionen Data Domain OS 6.2 und IDPA 2.3 sollen Unternehmen in der Lage sein, die Datensicherung auf Public Clouds auszudehnen. Nach Herstellerangaben unterstützen sie Cloud-Tiering für Google Cloud Platform und Alibaba Cloud. Weiter gibt es bereits Support für AWS, Microsoft Azure, Dell EMC Elastic Cloud Storage, Virtustream, Ceph, IBM Cloud Open Storage, AWS Infrequent Access, Azure Cool Blob Storage und Azure Government Cloud. Auf diese Weise sollen Unternehmen mehr Flexibilität bei der langfristigen Aufbewahrung ihrer Daten erhalten. Die neue Funktion „Free-space Estimator Tool for Cloud Tier“ helfe außerdem dabei, Kapazitäten effizient zu verwalten, um Kosten für lokalen und Cloud-Speicher zu reduzieren.

Ebenso hat Dell EMC sein Ökosystem an Public-Cloud-Anbietern für die Data Domain Virtual Edition (DD VE) ausgebaut, die eine softwaredefinierte Datensicherheit On-Premises und in der Public Cloud ermöglichen soll. Bisher gehörten AWS S3 und Azure Hot Blob zu den unterstützten Plattformen. Nun kommen nach Herstellerangaben AWS GovCloud, Azure Government Cloud und Google Cloud Platform hinzu. Durch das Cloud-Ökosystem und der bereits angekündigten Kapazitätserweiterung für DD VE auf bis zu 96 TByte pro Instanz sind Unternehmen nach Bekunden von Dell EMC in der Lage, in ihren wachsenden Cloud-Umgebungen das Sicherheitsniveau von lokal eingesetzten Geräten des Herstellers zu erhalten.

Weiter sei Native Cloud Disaster Recovery nun für die gesamte IDPA-Familie verfügbar, sodass Anwender ein Failover in eine Cloud-Umgebung mit End-to-End-Orchestrierung umsetzen können. Auf diese Weise sollen die Kosten und das Management rund um Aufbau und Wartung eines zweiten Standorts für Disaster Recovery entfallen. Im Notfall finde ein Failover in die Public Cloud statt. Mit dieser Erweiterung unterstützen laut Dell EMC alle Data-Domain- und IDPA-Systeme AWS, einschließlich VMware Cloud on AWS und Microsoft Azure for Cloud Disaster Recovery.

Die Verwaltung der hauseigenen Data-Protection-Appliances findet über eine moderne Benutzeroberfläche statt. Mehrere Data-Domain- und DD-VE-Geräte – lokal oder in der Public Cloud – sollen sich zentral über das Data Domain Management Center steuern lassen.

Für mehr Leistung bei Sofortzugriff und Wiederherstellung hat Dell die IDPA-Familie zudem mit einem erweiterten Daten-Cache ausgestattet. Laut internen Tests des Herstellers sind bis zu vier Mal mehr IOPS beziehungsweise bis zu 40.000 IOPS bei einer Latenz von 20 Millisekunden möglich.

Die Data-Domain-Lösungen sollen zudem schnellere Wiederherstellungen von einer lokalen Appliance und schnellere Abrufe aus Public Clouds in die Data-Domain-Appliance bieten, sodass Unternehmen nach Herstellerbekunden strengere SLAs einhalten können.

Dell EMC hat bei der Data Domain DD3330, eine Appliance mit zwei Höheneinheiten, neben der verbesserten Leistung und Cloud-Fähigkeit auch die Hardware angepasst. Die Lösung sei jetzt in einer Konfiguration mit einer Speicherkapazität von 8 TByte verfügbar, die sich bei Bedarf auf bis zu 32 TByte skalieren lässt. Zu den weiteren Neuerungen zählen die Unterstützung von 10GbE und erweiterte Backup-Optionen für virtuelle Bandbibliotheken (VTL) über Fibre Channel. Dadurch sollen mittelständische Unternehmen eine Cloud-basierte Datensicherungslösung erhalten, die mit steigenden Anforderungen mitwachsen kann.

Weitere Informationen stehen unter www.dellemc.com zur Verfügung.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.