Für eine hohe Server-Rechenleistung unter extremen Einsatzbedingungen hat Dell EMC den PowerEdge XR2 vorgestellt. Zur Verwendung in schwierigen Umgebungen hat der Hersteller das System nach eigenen Angaben äußerst kompakt und robust konzipiert. Auch verfüge der Server über spezielle Sicherheitsmechanismen, die ihn vor unbefugter Benutzung schützen sollen.

Dadurch eigne sich das neueste Mitglied der hauseigenen Server-Familie der 14. Generation für den Einsatz in Umgebungen, in denen man herkömmliche Geräte aufgrund von Platzbeschränkungen oder schwierigen äußeren Bedingungen nicht verwenden kann, aber dennoch eine hohe Rechenleistung benötigt. Als mögliche Einsatzfelder nennt der Hersteller beispielsweise Baustellen in einer Wüste, Bohrinseln, Fabrikhallen, der Maschinenraum von Schiffen oder Militäroperationen.

Im Rack beansprucht der XR2 laut Dell EMC eine Tiefe von nur 52,5 cm. Zudem komme das System auf ein Gewicht von maximal 13 kg und sei resistent gegen Stöße und Vibrationen. Anwender können den Server bei Temperaturen von bis zu 45°C betreiben. Nach Bekunden des Herstellers ist es sogar möglich, den XR2 acht Stunden bei bis zu 55°C zu verwenden.

Eine optionale Filterblende soll außerdem einen verbesserten Staubschutz bieten. Des Weiteren lasse sich das Gerät über optionale Gleitschienen in Standard-Racks oder in Transportkoffer einbauen. Ein isolierter Festplattenkäfig bietet laut Dell EMC Platz für bis zu acht Hot-Swap-fähige 2,5-Zoll-Laufwerke und zwei redundante Hot-Swap-fähige Netzteile.

Als wichtigste Funktionen nennt der Hersteller:

  • bis zu 44 Prozessorkerne und bis zu 512 GByte Memory in einem besonders stabilen Gehäuse;
  • bis zu acht SSDs mit mehr als 30 TByte Storage-Kapazität;
  • geringer Platzbedarf mit lediglich 52,5 cm (20 Zoll) Tiefe;
  • Einsatzmöglichkeit im Temperaturbereich von -15 bis 55°C;
  • zertifiziert für Einsatzhöhen bis zu 4.572 Metern;
  • zertifizierte Schockresistenz bis zu 40 G.

Dell EMC hat den XR2 außerdem mit einem Kartenleser ausgestattet, um eine zusätzliche Authentifizierung zu ermöglichen. In Notfallsituationen müssen Anwender nicht die Festplatten ausbauen. Stattdessen reiche es aus, den Zugriffskartenleser zu entfernen, damit der Server unbrauchbar wird. Bei diesem Vorgang verschlüsselt das System alle Daten automatisch.

Weitere Informationen finden sich unter www.dellemc.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.