+++ Produkt-Ticker +++ Auf der Citrix Synergy 2016 (LANline berichtete) hat Dell eine Reihe von Neuerungen für die Desktop-Virtualisierung vorgestellt. Mit dem Thin Client (TC) Wyse 7040 zielt Dell auf Szenarien, in denen höchste Sicherheit und Performance gefordert sind, während man mit dem Wyse 3030 LT ein kosteneffizientes Endgerät mit Thin OS oder dem ebenfalls neuen Thinlinux bieten will. Die Verwaltungssoftware Wyse Device Manager (WDM) bietet in Version 5.7 ein überarbeitetes Interface und HTTPS-Support.

Das neue Wyse Thinlinux ist ein Suse-Linux-basierendes OS, das Dell laut eigenen Angaben gehärtet und für die hauseigenen TCs optimiert hat. Es biete eine intuitive Benutzeroberfläche und unterstütze eine Vielzahl von Bildschirmen (einschließlich 4K-Displays), Druckern, Smart Cards und Fingerabdruck-Lesegeräten. Das OS arbeite mit Citrix Receiver 13.1, VMware Horizon sowie Amazon Workspaces zusammen und unterstütze Skype for Business, Lync 2013 und Lync 2010 sowie Single Sign-on und VPNs.

 

Dells bewährtes TC-Betriebssystem Wyse Thin OS wiederum unterstützt laut Dell-Angaben in Version 8.3 diverse neue Merkmale von HDX, PCoIP und RDP/RDS. Es eigne sich dank PCoIP-Support auch für Amazon Web Services (AWS) und unterstütze die im Gesundheitswesen verbreitete Fingerabdruck-Authentifizierung von Imprivata.

 

Für den neuen TC Wyse 7040 verspricht Dell höchste Sicherheit und Multimedia-Performance sowie umfangreiche Connectivity für anspruchsvolle Anwendungen. Er eigne sich damit auch für den Einsatz in Behörden. Das Gerät ist laut Dell zunächst mit Windows Embedded Standard (WES) 7p verfügbar, ein Upgrade auf Windows 10 IoT sei aber möglich.

 

Das Gerät unterstütze Sicherheitsfunktionen wie TPM (Trusted Platform Module) und Bitlocker sowie die ebenfalls neue Endpoint-Sicherheitslösung Dell Data Protection Threat Defense. Diese nutzt laut Hersteller künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, um Advanced Persistent Threats, Malware, Zero-Day-Angriffe, Spear-Phishing und Ransomware zu bekämpfen.

 

Im Wyse 7040 arbeiten Quad-Core-Prozessoren der sechsten Generation von Intel i5 und i7. Der Anwender könne den TC mit einem 4K-Bildschirm (3.840 x 2.160 Pixel) oder auch mit drei per Daisy Chain verbundenen 2.560×1.600-Displays betreiben. Sechs USB-3.0-Ports sind vorhanden.

 

Den Wyse 3030 LT wiederum hat Dell für eine Einsatzdauer von sechs bis acht Jahren entwickelt. Er ist wahlweise mit Thin OS 8.3 oder Thinlinux erhältlich. Das Gerät bietet Support für Single Sign-on und VPNs, während Wyse Device Manager (WDM) die Basis für eine einfache Verwaltung lege, wahlweise auch per Self-Service-Portal für Anwender.

 

Im 3030 LT werkelt ein Dual-Core-1,6-GHz-Prozessor von Intel mit integrierter Grafik. Der Thin Client erlaubt die Arbeit an zwei Bildschirmen mit einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln. Neben WLAN gemäß 802.11ac bietet er vier USB-Ports, darunter einen für USB 3.0. Er verbrauche im Betrieb weniger als 12 Watt.

 

Wyse Device Manager 5.7 hat neue, komfortablere Benutzeroberfläche erhalten, die sich laut Dell intuitiv bedienen lässt und die Arbeitsabläufe vereinfacht. Der Administrator könne Endgeräte über HTTPS vollständig verschlüsselt verwalten. WDM sei lokal oder in Public Clouds wie AWS und Microsoft Azure einsetzbar.

 

Alle genannten Neuerungen sollen ab Juli verfügbar sein. Weitere Informationen finden sich unter www.dell.de.

 

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Der Wyse 7040 zielt auf Hochsicherheits-Szenarien, den preiswerteren Wyse 3030 LT gibt es mit Thin OS oder dem neuen Thinlinux. Bilder: Dell