Im Rahmen seiner Hausmesse Dell Technologies World in Las Vegas hat Dell neue Speicher- und Datensicherungslösungen angekündigt, darunter die Midrange-Storage-Serie Unity XT, das Betriebssystem Isilon OneFS 8.2 und die Data-Management-Plattform PowerProtect. Die Neuankündigungen sollen Unternehmen beispielsweise bei der Modernisierung ihres Rechenzentrums helfen. Auf diese Weise soll es für diese möglich sein, moderne Techniken wie künstliche Intelligenz oder Multi-Cloud-Umgebungen einzuführen.

Die neuen Systeme der Midrange-Speicherfamilie Unity sind laut Dell doppelt so schnell wie die Vorgängermodelle. Sie sollen außerdem eine Datenkompression von bis zu 5:1 ermöglichen und so die Systemeffizienz deutlich optimieren. Des Weiteren sei die Unity-XT-Serie für Multi-Cloud-Umgebungen konzipiert. Sie lasse sich in einer Public Cloud betreiben, verschiebe Daten nahtlos in die Cloud und sei über die herstellereigenen Cloud Storage Services verfügbar.

Um die effektiven Kosten pro GByte zu reduzieren nutzen die neuen Arrays laut Hersteller eine lineare Multi-Core-Skalierung und eine Inline-Komprimierung sowohl für File-basierte Daten als auch für Blockdaten. Unity XT sei zudem eine moderne NVMe-fähige Architektur mit neuen Unity-OE-5.0-Funktionen.

Isilon OneFS 8.2

Damit Unternehmen die Datenflut in KI-Anwendungen (künstliche Intelligenz) bewältigen können, hat Dell nach eigenen Angaben die Fähigkeiten seiner Scale-out-NAS-Familie Isilon ausgebaut. Das neue Betriebssystem Isilon OneFS 8.2 biete nun eine massive Skalierbarkeit, eine verbesserte Cloud-Integration sowie einen Datenschutz und eine Sicherheit auf Enterprise-Niveau zur Unterstützung anspruchsvoller Workloads.

Isilon-Lösungen mit dem neuen Betriebssystem sind nach Herstellerangaben in der Lage, Rohdatenspeicher um bis zu 75 Prozent auszuweiten – auf bis zu 58 PByte in einem Single-Isilon-Cluster – und Cluster-Größen von 144 bis 252 Knoten zu unterstützen. Auf diese Weise seien Unternehmen in der Lage, Anforderungen von Anwendungen mit unstrukturierten Daten zu bewältigen und eine neue betriebliche Flexibilität zu erreichen.

Für Organisationen, die ihre lokale RZ-Infrastruktur für Anwendungen wie Disaster Recovery oder Analytics in eine Public Cloud ausweiten wollen, hat Dell nach eigenen Angaben sein Portfolio an Cloud-fähiger Infrastruktur um die neuen Cloud Storage Services erweitert.

Über die Cloud Storage Services soll es möglich sein, Speicher direkt mit der Public Cloud zu verbinden, indem eine schnelle, latenzarme Verbindung von der Public Cloud zu den hauseigenen Lösungen Unity, PowerMax oder Isilon aufgebaut wird. Des Weiteren können Unternehmen, die VMware nutzen, laut Hersteller eine automatisierte DRaaS (Disaster Recovery as a Service)-Lösung in ihrer VMware-Cloud on AWS implementieren.

Daten-Management mit ML-Unterstützung

Des Weiteren hat Dell in Las Vegas mit PowerProtect die Einführung einer neuen Daten-Management-Lösung und mit PowerProtect X400 eine Appliance angekündigt. Sie sollen Unternehmen bei der Sicherung, Verwaltung und Wiederherstellung von Daten in lokalen, virtualisierten wie auch in Public-Cloud-Umgebungen helfen.

Die PowerProtect-Plattform biete Datenschutz, Replikation und Wiederverwendung sowie SaaS-basierte Management- und Self-Service-Funktionen, die dem einzelnen Nutzer die Möglichkeit geben, Backup- und Wiederherstellungsprozesse selbstständig zu steuern, wie Dell weiter mitteilt. Des Weiteren sollen Unternehmen, die VMware im Einsatz haben, von einer modernen und einfachen Daten-Management-Lösung für ihre vSphere-Umgebungen mit einem automatisierten und richtlinienbasierten Schutz sowie der Integration mit vRealize Automation profitieren.

Die PowerProtect X400 ist als Hybrid- oder All-Flash-Appliance erhältlich und ist laut Dell die erste hauseigene Daten-Management-Lösung, die maschinelles Lernen (ML) für einen intelligenten Lastenausgleich nutzt, um Daten möglichst effizient und kostengünstig zu speichern.

Für kleine und mittlere Unternehmen, die eine umfassende Datensicherung in einer sofort einsatzbereiten Komplettlösung suchen, hat Dell außerdem eine 8-bis-24-TByte-Version seiner Integrated Date Protection Appliance (IDPA) vorgestellt. Die DP4400 sei speziell für kleinere Unternehmen sowie Remote-Niederlassungen konzipiert und ermögliche es, mit dem Kauf von Lizenzschlüsseln und einem Upgrade-Kit auf bis zu 96 TByte zu wachsen.

Weitere Informationen finden sich unter www.delltechnologies.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.