System-Management-Spezialist Deskcenter hat zur CeBIT die Version 10.3 seiner Deskcenter Management Suite angekündigt. Das neue Release soll die Arbeit des Administrators unter anderem mit der Möglichkeit von Ad-hoc-Aktionen vereinfachen. Ebenfalls neu ist die Unterstützung von UEFI-Boot und die Einbindung virtueller Server in das Lizenz-Management. Auch das Client-Interface hat Deskcenter überarbeitet.

Die Deskcenter Management Suite unterstützt in Version 10.3 UEFI-Boot, um das Aufsetzen von Windows-10-Geräten über das Netzwerk zu beschleunigen. Der Boot Loader ist laut Deskcenter-Angaben frei konfigurierbar, sodass man zusätzliche Funktionen wie zum Beispiel eine Rettungs-CD einbinden könne.

 

Der Deskcenter-Client („SDI Agent“) zeigt sich jetzt im Windows-10-typischen Gewand. Außerdem unterstützt er nun Proxy-Verbindungen – nützlich insbesondere für externe Dienstleister mit eigenem RZ, so der Hersteller. Für sichere Verbindungen unterstützt Version 10.3 zudem TLS 1.2 statt nur des seit Jahren als unsicher geltenden TLS 1.0.

 

Für die Softwareverteilung arbeitet Deskcenter mit Workflows und bedingungsabhängigen Aktionen. Die IT könne nun innerhalb des Installations-Workflows flexibel pro Aktion die Installationsrechte ändern, um selbst komplexe Installationen und Bedingungsprüfungen abbilden zu können.

 

Die Erweiterung um Ad-hoc-Aktionen (statt einer reinen Regelbasis) soll dem Administrator einfachere Rollouts von Software ermöglichen, zum Beispiel in Fällen, in denen Prüfungen der Registry kein brauchbares Ergebnis für den Ausbau des Regelwerks bringen.

 

Mit Version 10.3 könne der Administrator nun auch Hyper-V auf Desktop-Systemen (statt wie bislang nur auf Servern) inventarisieren. Außerdem erfasse die Inventarisierung nun automatisch die Seriennummer des jeweiligen Geräts.

 

Des Weiteren sind in Version 10.3 nun laut Deskcenter auch virtuelle Maschinen (inklusive physischem Host und VM-Inhalten) in das Lizenz-Management integriert. Auch könne die Lösung jetzt Upgrade-Lizenzen auf verschiedene Basislizenzen abbilden (statt bislang nur auf eine). So könne nun zum Beispiel eine Windows-7-Upgrade-Lizenz auf einen XP- und einen Vista-Bestand gleichzeitig verweisen.

 

Im Bereich MDM (Mobile-Device-Management) arbeitet Deskcenter derzeit mit Citrix Xenmobile zusammen. Hier ist nun der Import bereits per MDM erfasster Mobilgeräte möglich. Die für die MDM-Einbindung genutzte Schnittstelle wird laut Deskcenter-Angaben derzeit ausgebaut, sodass eine IT-Organisation künftig auch andere MDM-Lösungen wie zum Beispiel Airwatch nutzen könne. Diese Funktionalität sei aber erst im Rahmen der Version 10.4 zu erwarten.

 

Die Deskcenter Management Suite 10.3 wird laut Hersteller voraussichtlich im April auf den Markt kommen. Weitere Informationen finden sich unter www.deskcenter.de.

 

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Die IT kann nun innerhalb des Installations-Workflows flexibel pro Aktion die Installationsrechte ändern, um selbst komplexe Installationen und Bedingungsprüfungen abbilden zu können. Bild: Deskcenter

Deskcenters SDI Agent zeigt sich nun im Windows-10-konformen Kleid. Bild: Deskcenter