44,7 Prozent der deutschen Unternehmen speichern inzwischen mehr als die Hälfte ihrer Daten in der Cloud, so eine aktuelle Online-Umfrage unter IT-Entscheidern aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und UK im Auftrag des Digital-Workspace- und Cloud-Spezialisten Citrix. Der Großteil der deutschen Unternehmen (62,7 Prozent) hält Daten und Anwendungen auch – oder gar ausschließlich – lokal vor. Dies führt zu oft komplexen hybriden Infrastrukturen, so Citrix.

Im europaweiten Vergleich der Cloud-Nutzung liegen deutsche Unternehmen – lange Zeit als ausgesprochene Cloud-Skeptiker bekannt – im unteren Mittelfeld: In den Niederlanden speichern 60,2 Prozent der Unternehmen den Großteil ihrer Daten in der Cloud, in Frankreich immerhin über die Hälfte (51,4 Prozent). Nur in UK ist der Anteil der Umfrageteilnehmer aus Cloud-affinen Unternehmen mit 37,2 Prozent geringer als hierzulande.

Die Umfrage ergab aber zugleich, dass die große Mehrheit der Befragten (83,5 Prozent) die Cloud als wichtig für ihr Geschäft erachtet. Auch deutsche Unternehmen investieren in die Cloud: Über die Hälfte der befragten Unternehmen (54,5 Prozent) will in den nächsten zwölf Monaten in SaaS-Lösungen (Software as a Service) investieren, jeweils fast die Hälfte in Platform as a Service (45,6 Prozent) und Infrastructure as a Service (45 Prozent). Lediglich 7,3 Prozent planen laut der Umfrage keine Cloud-Investitionen.

„Auch wenn die Mehrheit der deutschen Unternehmen die Bedeutung der Cloud erkannt hat, befinden sie sich noch mitten in einer Transformationsphase“, kommentierte Dirk Pfefferle, Area Vice President Central Europe bei Citrix. „Dadurch entstehen komplexe, oft hybride Infrastrukturen, die wiederum eine gezielte strategische Planung nötig machen.“

In der Umfrage gaben 78,1 Prozent der deutschen Unternehmen an, bereits über eine Cloud-Strategie zu verfügen – wenn auch mit Unterschieden beim Detaillierungsgrad: 39,3 Prozent bekundeten, eine detaillierte Cloud-Strategie zu haben, die auf die Unternehmensziele abgestimmt ist. 38,9 Prozent gestanden ein, nur über eine weniger detaillierte Strategie zu verfügen.

Wenig überraschend: Nach wie vor bestehen hierzulande Sicherheitsbedenken gegenüber der Cloud. Fast ein Drittel der deutschen IT-Entscheider (30,2 Prozent) zweifelt daran, dass Public-Cloud-Infrastrukturen sich eignen, um sensible Unternehmensdaten sicher zu verwahren und zu verarbeiten. Größer ist hingegen das Vertrauen in die Hybrid Cloud: Nur 22 Prozent der hiesigen Unternehmen halten Hybrid-Cloud-Umgebungen bei der sicheren Verarbeitung von Unternehmensdaten für bedenklich.

Citrix hatte das Marktforschungsinstitut Censuswide mit der Durchführung der Umfrage beauftragt. Die Antworten wurden zwischen 16. April und 8. Mai in einer Online-Befragung ermittelt, an der 3.250 IT-Entscheider aus Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern teilnahmen. Davon stammten je 1.000 aus Deutschland und Frankreich, 750 aus UK und 500 aus den Niederlanden.

Weitere Informationen finden sich unter www.citrix.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.