Kontrolle über den Energieverbrauch im IT-Rack

Rittal präsentiert neue PDU-Generation

23. Juli 2020, 09:00 Uhr   |  Anna Molder

Rittal präsentiert neue PDU-Generation
© Rittal

Schätzungen zufolge verbrauchen Rechenzentren weltweit bis zu 500 Milliarden Kilowattstunden Energie. Bis 2030 könnte der Bedarf sogar auf 2.000 Milliarden Kilowattstunden ansteigen. Für Betreiber von Rechenzentren wird es daher immer wichtiger, den Energieverbrauch zu messen und zu optimieren. Mit einer neuen PDU-Produktfamilie will der Systemanbieter Rittal umfassende Funktionen zur Energiemessung im IT-Rack bieten und dazu beitragen, die IT-Betriebskosten im Rechenzentrum zu senken.

Die PDU-Generation besteht aus fünf Basismodellen, die funktional aufeinander aufbauen und individuell konfigurierbar sind. Die Variante „PDU Basic“ arbeite passiv und übernehme die Energieverteilung im IT-Rack. Die Variante „PDU Metered“ enthalte Messfunktionen pro Phase, beispielsweise für Spannung, Leistung, Frequenz sowie für weitere Daten. Bei dem Modell „PDU Metered Plus“ ist laut Anbieter zusätzlich die Energiedatenerfassung je Ausgangssteckplatz möglich. Das Modell „PDU Switched“ erlaube die Messung pro Phase und soll über schaltbare Ausgangssteckplätze verfügen. Die Produktvariante „PDU Managed“ vereint die Funktion von Metered Plus und Switched, sie ermöglicht also die Energieverteilung und -Datenerfassung je Ausgangssteckplatz sowie das Energiemanagement mit Schaltfunktionen je Steckplatz, so der Systemanbieter.

Zu den Besonderheiten der PDUs zählt die schmale Bauform. Dadurch sollen sich PDUs im Zero-U-Space, also dem Raum zwischen Seitenwand und 19“-Montagerahmen, montieren lassen. Dadurch sei keine Höheneinheiten blockiert und bei einem voll ausgebauten IT-Rack sollen noch Wartungs- und Installationsarbeiten möglich sein. In den IT-Racks erfolge die Montage ohne zusätzliches Werkzeug über eine Clip-Befestigung am 19“-Rahmen, in IT-Racks von Drittanbietern über beigelegte Universal-Befestiger.

Neben einer Vielzahl an PDU-Lagerartikeln ermögliche ein modulares Produktionskonzept individuelle Konfigurationsoptionen. Anwender können unter anderem die Länge des Kabels, den Anschlussstecker oder die Anzahl und Art der Steckdosenplätze selbst bestimmen, so Rittal. Neu sei die Konfiguration von Schutzkontakt-Ausgängen. Darüber hinaus sollen sich zusätzliche Module zu einer PDU konfigurieren lassen, wie beispielsweise eine Differenzstrommessung oder ein Überspannungsschutz. Einzelne Komponenten wie das PDU-Controller-Board und der Überspannungsschutz sind laut Rittal dank des modularen Konzeptes im laufenden Betrieb austauschbar, was die Verfügbarkeit des Rechenzentrums erhöhen soll.

Außerdem sollen sich bis zu zwei installierte elektronische Griffe eines IT-Racks als Teil der Zugangskontrolle überwachen lassen. Weitere integrierte Funktionen wie ein Alarm-Relais, ein digitaler Eingang und Alarmsignalgeber ermöglichen laut Anbieterangaben die flexible Einbindung der PDU in ein IT-Security-Konzept. Zusätzlich lassen sich die bereits für das Monitoring-System CMC III verfügbaren Sensoren integrieren, um damit Umgebungsdaten wie Temperatur, Feuchte oder der Zustand von Schaltkontakten zu erfassen. Eine Option zur Fehlerstromüberwachung sei ebenfalls verfügbar.

Weitere Informationen stehen unter www.rittal.de bereit.

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