Anders als bei den kleineren Rundsteckverbindern gibt es bei ­metrischen Rundsteckverbindern von M17 bis M58 keine norma­tive Standardisierung. Mit einem neuen Rundsteckverbinder-­Programm in den Baugrößen M17, M23 und M40 hat der Hersteller Phoenix Contact sein Programm technisch weiterentwickelt
und im Design vereinheitlicht.

Zwar unterliegen die Gehäusebauformen und Kodierungen sowie die verschiedenen Polbilder der betrachteten Stecker einem Quasi-Standard. Es gibt jedoch keine national oder international verbindlichen Normen. Auch wenn die sogenannten „Mixed Pairs“ auf dem Markt keine Seltenheit sind, verbleiben doch besonders hinsichtlich der Kontaktüberdeckung, Stromtragfähigkeit, Dichtigkeit und Vibrationsbeständigkeit einige Restrisiken. Um diese Unsicherheiten auszuräumen, hat Phoenix Contact ein neues Produktprogramm entwickelt, das sowohl zu den metrischen Standardgewinden als auch zum Schnellverriegelungssystem „Speedtec“ von TE Connectivity kompatibel ist (siehe Bild oben). Je einfacher sich eine elektromechanische Steckverbindung herstellen lässst, desto schneller kann eine Anlage in Betrieb gehen.

Ausfälle vermeiden

In diesem Umfeld haben sich unterschiedliche Schnellverriegelungssysteme auf dem Markt etabliert. Ihr Vorteil gegenüber metrischen Standardgewinden ist, dass der Techniker die Steckverbinder und ihre Gegenstücke schneller – mit einer kürzeren manuellen Drehbewegung – verriegeln kann. Die neue Produktserie ist optional ebenfalls mit einer Schnellverriegelung erhältlich. Das sogenannte One-Click-Verriegelungssystem lässt keinerlei Interpretationsspielraum in Bezug auf die Verschlussposition offen: Schloss-Piktogramme und Pfeilmarkierungen zeigen die korrekte Steck- und Verriegelungsposition optisch an. Zusätzlich rastet der Steckverbinder spür- und hörbar in die Verriegelungsposition ein. Diese dreifache Rückmeldung an den Anwender gewährleistet, dass die elektromechanische Verbindung auch in schwer zugänglichen oder schlecht einsehbaren Einbausituationen funktioniert (Bild 2).

Bild 2. Optisches, akustisches und haptisches Feedback: Die Schnellverriegelung One Click sorgt im Betrieb für dreifache Sicherheit. Bild: Phoenix Contact

Integrierte Vibrationsbremse

Das Verriegelungssystem ist zudem vollständig kompatibel zur verbreiteten „Speedtec“-Verriegelung von TE Connectivity. Der kraftgesteuerte Toleranzausgleich im Kabelsteckverbinder ermöglicht einen definierten Anschlag nach exakt 45 Grad und sorgt so für die hersteller­übergreifende Kompatibilität des Verrieglungssystems. Anstatt diese wie bisher auf dem Außengewinde der Gerätestecker anzubringen, hat Phoenix Contact die Vibra­tionsbremse in die Kabelsteckverbinder integriert. Dieses Konzept schafft eine Lösung, in der die endgültige Verriegelungsposition spielfrei definiert und gleichzeitig eine Vibrationsfestigkeit von mindestens 20 G sichergestellt ist.

Lisa Gebhard ist Produkt-Manager Field Device Connectors bei Phoenix Contact Connector Technology in Herrenberg, www.phoenixcontact.de