Adva Optical Networking hat auf der derzeit laufenden MEF16-Konferenz mit One Network Edge eine einheitliche Lösung für das Zugangsnetz (Edge) vorgestellt. One Network Edge bietet laut Angaben des Münchner Netzwerkausrüsters Funktionen für den Netzabschluss, die Wahrung hoher Dienstverfügbarkeit, das Hosting virtualisierter Netzfunktionen (Virtual Network Functions, VNFs), die Informationssicherheit sowie die Synchronisation für die Echtzeitkommunikation. Damit, so Adva, ließen sich sämtliche Edge-Anforderungen erfüllen, sodass Netzbetreiber ihre Netze vereinfachen und ihren Kunden schnell hochwertige Dienste anbieten können.

One Network Edge basiert auf Advas umfassender „FSP 150“-Produktfamilie von Netzabschlussgeräten. Damit, so der Hersteller, könnten Netzbetreiber erstmals mit dem Lösungsportfolio eines einzigen Anbieters alle Anforderungen im Zugangsnetz erfüllen und dazu ein einheitliches Management-System nutzen. Dies vereinfache den Betrieb und ebne den Weg zu vielseitigen neuen Diensten.

Denn Netzbetreiber, so betont man bei Adva, seien heute in unterschiedlichster Weise gefordert: Sie müssen die Vorteile virtualisierter Netzfunktionen nutzen, die Nachfrage nach sicheren Diensten befriedigen, Synchronisation bereitstellen (dies zum Beispiel für die Maschinensteuerung im Kontext von Industrie 4.0) und stetig wachsende Anforderungen an die Netzabschlusstechnik bedienen. Deckt ein Netzbetreiber diese Funktionen mittels heterogener Lösungen unterschiedlicher Hersteller ab, führe dies zu hohen Investition- und Betriebskosten, warnt Adva.

Mit One Network Edge hingegen biete man das passende Gerät für jede Anwendung im Zugangsnetz. Netzbetreiber könnten so das Spektrum eingesetzter Netztechnik reduzieren.

Mit FSP 150 Pro VM bietet Adva ein Netzabschlussgerät, das diverse Netzwerkfunktionen (etwa Firewalling) in Form von VNFs hosten kann. Bild: Adva

Mit FSP 150 Pro VM bietet Adva ein Netzabschlussgerät, das diverse Netzwerkfunktionen (etwa Firewalling) in Form von VNFs hosten kann. Bild: Adva

Advas FSP-150-Produktfamilie umfasst NIDs (Network Interface Devices) für die Demarkation (Abgrenzung der Zuständigkeiten) von Ethernet- und IP-Diensten, Edge Devices mit Hypervisor-Plattform für das Hosting virtualisierter Netzwerkfunktionen am Netzwerkrand (also als CPE/Gerät auf Kundenseite), Sicherheitsfunktionen wie Verschlüsselung und sichere Schlüsselverwaltung sowie Funktionen für die sichere Synchronisation von Diensten (Synchronous Ethernet, IEEE 1588). Damit eignen sich die Geräte laut Hersteller für so unterschiedliche Einsatzbereiche wie den Zugang zu Cloud-Services, den verteilten Betrieb virtueller Netzwerkfunktionen, Security as a Service oder auch Mobile Backhaul (Anbindung von Mobilfunk-Netzknoten).

Das Zusammenspiel von Hardware und (virtualisierter) Software ermöglicht es, unterschiedliche applikationsspezifische Hardware mittels einer einheitlichen Gerätefamilie abzudecken. Bild: Adva

Das Zusammenspiel von Hardware und (virtualisierter) Software ermöglicht es, unterschiedliche applikationsspezifische Hardware mittels einer einheitlichen Gerätefamilie abzudecken. Bild: Adva

Weitere Informationen finden sich unter www.advaoptical.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.