Endian stellt sein Security Gateway UTM Mercury 50 nun in einer Wireless-Version bereit. Neben den bisherigen Sicherheitsfunktionen soll die Lösung ein WLAN-Modul und zwei Antennen erhalten. Auf diese Weise will der Hersteller die Möglichkeit bieten, bis zu vier separate kabellose Netzwerke mit unterschiedlichen Verschlüsselungstypen einzurichten, etwa WPA2 Personal oder WPA2 Enterprise.

Da die UTM Mercury 50 WiFi die Option bietet, mehrere WLANs mit unterschiedlichen Verschlüsselungstypen zu erstellen, können Unternehmen ihr kabelloses Netzwerk beispielsweise mit der Öffentlichkeit teilen, so der Hersteller. Dabei ermögliche das Security Gateway einen kontrollierten und sicheren Internetzugang für Gäste. Verbinden sich externe Anwender mit dem WLAN, wird der Zugang mittels Authentifizierungsschritts mitverfolgt und zusammen mit Traffic-Protokollen und Kontaktdaten gemeldet. Die Speicherung der Daten erfolge auf der Appliance und könne beispielsweise später für Marketing-, Diagnose- oder Inspektionszwecke herangezogen werden. Gleichzeitig finden laut Endian alle Web-Aktivitäten in einem speziellen Netzwerksegment statt, das den höchsten Schutz bieten soll.

Für Unternehmen sei es ebenso möglich, ihre Anmeldeseite dem Design der Firma anzupassen und verschiedene Authentifizierungs-Tools anzuzeigen, etwa ein Registrierungsformular, Social Media oder Unternehmensanmeldeinformationen, die im AD oder LDAP integriert sind. Ebenso sei es möglich den Internetzugang durch verschiedene Gutscheine, etwa nach Zeit oder Datenvolumen, zu regeln. So können ausgewählte Kunden beispielsweise einen VIP-Zugang mit schnellen Zugriff und höchster Bandbreite erhalten. Durch die Definition von Bandbreiten oder Prioritäten haben Administratoren die Möglichkeit, eine bestmögliche Nutzung der vorhandenen Ressourcen zu gewährleisten, so Endian.

Für Unternehmen mit mehreren Standorten eignet sich nach Bekunden des Herstellers die Master-Satellite-Konfiguration für ein koordiniertes BYOD-Management. Dabei befinde sich das hauseigene Master-Gateway in der Hauptniederlassung als zentraler Knotenpunkt für die Authentifizierung und Erfassung von Benutzerdaten. Dort lasse sich auch eine unternehmensweit einsetzbare Vorlage für die Einrichtung der Anmeldeseite bereitstellen. Satelliten-Gateways sorgen bei dieser Konfiguration für die lokale Verwaltung des WLANs mit standortspezifischen Einstellungen und Konfigurationen.

Auf allen Appliances kommt zudem die Endian OS Plattform zum Einsatz. Dabei handelt es sich laut Hersteller um ein gehärtetes Betriebssystem auf Linux-Basis, das Endian nach eigenen Angaben für die langen Update-Zyklen in der Industrie optimiert hat. Die OS-Plattform soll neben einer hohen Leistung auch eine umfassende Kompatibilität mit Drittanbietern ermöglichen und sich nahtlos in jede Infrastruktur einfügen.

Weitere Informationen stehen unter www.endian.com zur Verfügung.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.