Für die Datenverarbeitung am Netzwerk-Edge hat Endia mit dem 4i Edge X ein neues IIoT-Gateway vorgestellt. Dazu sei die Lösung mit der Container-Technik Docker, einem leistungsstarken Prozessor und hoher Rechenkapazität ausgestattet. Verschiedene Anbindungsoptionen sollen das Angebot abrunden. Der Hersteller wird das Gateway auf der SPS in Nürnberg (26.11. bis 28.11.) vorstellen.

Nach Herstellerangaben helfe das Gateway dabei, Daten aus heterogenen Maschinenparks auszulesen und zur Analyse in einem Dashboard darzustellen. Auch sichere Fernwartungen und Predictive Maintenance seien mit dem 4i Edge X realisierbar. Für den Schutz der Maschinen und ihrer Daten sollen außerdem umfangreiche Sicherheitsfunktionen sorgen, darunter eine verschlüsselte Datenübertragung per VPN, der Schutz der angeschlossenen Maschinen durch eine Firewall, ein Deep-Packet-IPS/IDS-System sowie Layer-7-Filterfunktionen.

Der im Gateway verbaute Intel-Celeron-Prozessor sei in Kombination mit den vorhandenen 2 GByte Arbeitsspeicher dafür ausgelegt, am Netzwerk-Edge die Daten zu verarbeiten. Auf diese Weise ist es für Unternehmen möglich, Bandbreite zu sparen und mehr Echtzeitfunktionen zu erhalten, da die Latenzzeiten bei der Übertragung über das Internet wegfallen, so Endian. Auch die lokale Speicherung von Daten sei möglich, etwa falls es zu einer Unterbrechung der Datenübertragung an die zentrale IoT-Plattform kommen sollte. Darüber hinaus sei die Lösung mittels der erhobenen Daten in der Lage, die Maschinenzustände lückenlos zu überwachen. Für einen unterbrechungsfreien Betriebsablauf können Unternehmen außerdem Grenzwerte definieren.

Mittels der Container-Technik Docker soll es möglich sein, Anwendungen mit ihren erforderlichen Daten in einem Container zu betreiben und diesen anschließend in andere Umgebungen am Rande des Netzwerks zu verschieben, um die Anwendung dann dort zu betreiben.

Für die Anbindung des 4i Edge X stehen WLAN (802.11ac), Mobilfunk (3G und 4G), Ethernet, Seriell (RS-232/485) und Digital Input/Digital Output (DI/DO) zur Verfügung. Laut Hersteller lässt sich die Lösung auch in robusten Umgebungen und bei Temperaturen von 0 °C bis +60 °C betreiben.

Durch die Verbindung mit der zentralen IoT-Plattform Endian Connect Platform sollen sich für das Gateway zudem granulare Zugriffsrechte einrichten lassen, sodass Benutzer oder Benutzergruppen nur Zugriff auf Daten und Funktionen erhalten, für die sie eine Berechtigung haben. Auch das Lifecycle-Management sowie Softwareaktualisierungen verwalte der IT-Administrator über das zentrale Management-Tool.

Weitere Informationen finden sich unter www.endian.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.