Maritim Hotel Stuttgart
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Seidenstraße 34
70174 Stuttgart
Deutschland


Der besondere Wert der „Alten Stuttgarter Reithalle“ liegt heute in der Ende des 19. Jahrhunderts typischen Verwendung neuer Technologien (Stahl und Glas) und der Stilmittel der italienischen Renaissance. Ähnliche Bauten in Stuttgart wurden bereits abgerissen oder im Krieg zerstört. Am 16. Dezember 1888 war die von dem Architekten Prof. Robert von Reinhardt, einem Schüler von Leins, erbauten „Alten Stuttgarter Reithalle“ feierlich eröffnet worden. Die Idee zum Bau ist einer Privatinitiative unter Kommerzienrat Dörtenbach zu verdanken, der „Gemeinschaftlichen Kommission für die Erbauung einer Pferdevorführungshalle mit Stallungen zur Förderung des hiesigen städtischen Pferdemarktes“. Die Baukosten von 180.000 Goldmark wurden damals durch eine große Lotterie aufgebracht.

Aus der „Ordnung für die Reithalle und den Stallungen der Stadt Stuttgart“ vom März 1891: „In der Zeit des Pferdemarktes ist die Reithalle ausschließlich den Mietern der Stallungen, und zwar vorzugsweise den Verkäufern von Luxuspferden, zum Vorführen und Reiten ihrer Pferde eingeräumt.“ Das Gebäude wurde von der „Gemeinschaftlichen Kommission“ interessanterweise aber nicht nur als Reithalle, sondern bewusst als Mehrzweckhalle geplant. So fanden darin neben Pferdevorführungen auch Tanzveranstaltungen, Zirkusgastspiele, Maschinen- und Geräteschauen, ja sogar Operettenaufführungen statt. Als in den zwanziger Jahren das Pferd immer mehr vom Auto verdrängt wurde, erfuhr die „Alte Reithalle“ 1926 ihre erste Nutzungsänderung. Die Stadt verkaufte die Halle und das ganze umliegende Gelände (zwei Turnhallen) an die Robert Bosch AG zum Preis von 1.360.000,- Mark (Bau 76 Lagergebäude, Bau 77 Tattersall).

 

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