Potentialausgleich und Erdung in Gebäuden mit Informationstechnik nach neuer EN 50310:2017 02

Potentialausgleich und Erdung in Gebäuden mit Informationstechnik nach neuer EN 50310:2017 02

11.4.2019

Workshop Potentialausgleich und Erdung in Gebäuden mit Informationstechnik nach neuer EN 50310:2017‑02

EMV-gerechte Elektroinstallation in Gebäuden mit Kommunikationstechnik und/oder Rechenzentren

in Zusammenarbeit mit 

Die europäische Norm EN 50310 „Telekommunikationstechnische Potentialausgleichsanlagen für Gebäude und andere Strukturen“ steht nun in ihrer 3. Ausgabe neu überarbeitet seit Februar 2017 zur Verfügung.

Das moderne Kommunikationszeitalter bringt es mit sich, dass nahezu in jedem Gebäude Einrichtungen der Informations‑ und Telekommunikationstechnik anzutreffen sind. Je höher die Leistungsfähigkeit dieser Einrichtungen bzgl. ihrer Übertragungseigenschaften sind, desto anfälliger sind diese auch oftmals im Zusammenspiel mit anderen technischen Einrichtungen im Gebäude.

Abhilfe schafft hier eine ausreichend konzipierte und dimensionierte Potentialausgleichsanlage. Ihre Aufgabe ist es, alle technischen Einrichtungen auf ein nahezu gleiches, verträgliches Niveau zu bringen.

Während sich die Normenreihe DIN VDE 0100 im Bezug auf den Potentialausgleich ausschließlich um den Personen‑ und Sachschutz kümmert, beschäftigt sich die EN 50310 mit den Anforderungen an die Sicherstellung der EMV. Dabei spielen die korrekte Verbindung und Einbindung benachbarter Gewerke, wie Erdungsanlage, Elektroinstallation, Blitz‑ und Überspannungsschutz eine wesentliche Rolle für die Effektivität der Potentialausgleichsanlage.

In neuen Gebäuden kann bereits ein wesentlicher Teil der Potentialausgleichsanlage in die Bausubstanz eingebracht und damit eine kostengünstige, aber technisch hochwertige Lösung erzielt werden.

Das Seminar vermittelt einen Einblick in das technische Zusammenwirken der einzelnen Gewerke und Ansätze zur richtigen Dimensionierung und berücksichtigt dabei die wesentlichen Änderungen der mit 2017‑02 neu veröffentlichten Ausgabe der EN 50310, an deren Überarbeitung der Referent maßgeblich beteiligt war.

Zielgruppe

  • IT-Planer, Installateure, Architekten, Gebäudeplaner und Errichter (Bauträger), Generalunternehmer, Entwickler, Lieferanten, Einkauf
  • Prüfer (Auditoren / an der Abnahme von Installationen beteiligte Personen)
  • Betreiber / Instandhaltungspersonal und Eigentümer informationstechnischer Verkabelung
  • Anbieter öffentlicher Netzwerke und lokaler Dienste
  • Endanwender und Quereinsteiger

Voraussetzungen

Grundlegende Kenntnisse der Übertragungstechnik sollten vorhanden sein.

Zielsetzung

Die Teilnehmer erhalten einen Einblick in die komplexen Zusammenhänge beim Verbinden technischer Einrichtungen sowie Kenntnisse über die Anforderungen zur Dimensionierung einer EMV‑verträglichen Potentialausgleichsanlage.

LehrgangReferentAnmeldungLocation

  • Begriffe, Normen, rechtliche Anforderungen
  • Koordinierung der gemeinsamen Potentialausgleichsanlage
  • Erdungsanlagen nach DIN 18014 (Grundlagen)
  • Ausführungen von Potentialausgleichsanlagen in Gebäuden nach EN 50310
  • Gesichtspunkte zum Blitz‑ und Überspannungsschutz
  • Anforderungen an das Elektroverteilnetz
    (TN‑C / TN‑S / TN‑C‑S System – PEN‑Leiter)
  • Anforderungen bei Mehrfacheinspeisung
  • Zentraler Erdungspunkt (ZEP)
  • Anbindung von technischen Einrichtungen (Schränke/Rahmen)
  • Mindestquerschnitt von PA-Leiter
  • niederohmige / niederimpedante Verbindungen
  • Anforderungen bei geschirmter / ungeschirmter Kommunikationsverkabelung
  • Neue Festlegungen und Anforderungen an Funktionspotentialausgleichsleiter
  • Dimensionierung
  • Messtechnisch Prüfung (z. B. zur Abnahme)
  • Dokumentation

Änderungen vorbehalten

Manfred Patzke ist Fernmeldemechanikermeister mit einer Zusatzausbildung für Elektro‑Installation. Er ist seit 1976 in der Telekommunikation, seit 1991 im Bereich anwendungsneutraler Kabelanlagen (strukturierte Verkabelung) tätig. In dieser Zeit war er bei führenden Herstellern für Anschlusskomponenten bzw. Verkabelungssysteme für Kupfer- und LWL-Verkabelungen im Vertrieb, im Produkt‑Management sowie für die Leitung eines Trainings‑Center verantwortlich. Seit 2005 ist er freier Berater und Sachverständiger für anwendungsneutrale Kommunikationskabelanlagen sowie Potentialausgleichs- und Erdungsanlagen und führt Seminare sowie herstellerneutrale Abnahmen und Messungen durch. Herr Patzke hat sich durch zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen auch international einen Namen gemacht.

Er ist seit 1996 aktiv in deutschen Normungsgremien der DKE tätig. Unter anderem als Mitarbeiter im DKE GUK 715.3 „Informationstechnische Verkabelung von Gebäudekomplexen“ (EN 50173), Vorsitzender des Arbeitskreises DKE/GAK 715.3.6 „Installation von information- und kommunikationstechnischer Verkabelung“ (Normenreihe EN 50174) und Obmann des DKE/K 712 „Funktionssicherheit von Anlagen der Informations- und Kommunikationstechnik einschließlich Potentialausgleich und Erdung“ (EN 50310) sowie Liaison zum DKE/K 221 „Schutz gegen elektrischen Schlag“ (DIN VDE 0100) und NABau (DIN 18014 – Fundamenterder). Von diesen Gremien aus ist er delegierter Experte beim europäischen Normungsgremium CENELEC TC215 WG2 (EN 50174 und EN 50310) sowie beim internationalen Gremium ISO/IEC JTC1 SC25 WG3 (ISO/IEC 11801 Serie, ISO/IEC 14763‑3, etc.)

Teilnahmegebühren pro Person: 
  •     € 499,– je Teilnehmer
 Die Teilnahmegebühren verstehen sich pro Person zzgl. der momentan gültigen gesetzlichen MwSt. und sind im Voraus zu entrichten. Sie beinhaltet umfangreiche Tagungsunterlagen in gedruckter und digitaler Form, Mittagessen, Kaffeepausen und Tagungsgetränke. Nicht in der Teilnahmegebühr enthalten sind Übernachtungskosten in den Hotels sowie die damit eventuell verbundenen Nebenkosten. Diese fallen zu Lasten der Teilnehmer.

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