Der Speicherhersteller Micron hat seine SSD-Familie um neue NVMe-SSDs der 9200-Reihe erweitert. Dank ihrer Architektur und hohen Leistung sollen die neuen Modelle es Unternehmen ermöglichen, schneller auf Daten zuzugreifen und damit der zunehmenden Vielfalt an unternehmenskritischen Workloads sowie den steigenden Datenanforderungen zu bewältigen.

Dazu kombinieren die SSDs die Kapazität von 3D-NAND mit dem Durchsatz und der Reaktionszeit des NVMe-Protokolls, so Micron. Der Hersteller hat die zweite NVMe-Laufwerksgeneration nach eigenen Angaben von Grund auf entwickelt, sodass er alle Legacy-Protokollschichten abschaffen konnte. Auf diese Weise könne man die Geschwindigkeit des nicht-volatilen SSD-Speichers voll ausschöpfen und die Effizienz im Rechenzentrum zugunsten optimaler Gesamtbetriebskosten maximieren.

„Die Micron-9200-NVMe-SSD-Reihe wurde speziell für superschnelle Geschwindigkeiten, niedrige Latenzen und hohe Kapazitäten entwickelt, die notwendig sind, um sehr große Dateien, Bilder und Multimediainhalte zu meistern, die im Rahmen aktueller Workloads anfallen“, so Eric Endebrock, Vice President SSD and Systems, Storage Business Unit bei Micron.

Rechenzentren sollen mit den neuen SSDs der 9200-Serie Daten umfangreicher speichern, besser verarbeiten und kontrollieren können. Durch die PCIe-Verbindung ermöglicht der Hersteller nach eigenen Angaben außerdem eine Enterprise-Flash-Performance, die zehnmal schneller als marktübliche SATA-SSDs sein soll.

Die neuen Modelle seien für Anwendungsfälle, die hohe Leistungen und Kapazitäten erfordern konzipiert, etwa Anwendungs-/Datenbankbeschleunigung, OLTP, den Hochfrequenzhandel oder HPC (High Performance Computing).

Die sequenziellen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten betragen bis zu 5,5 beziehungsweise 3,5 GBit/s. Die zufälligen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten gibt Micron mit 900.000 und 275.000 IOPS an. Die neuen SSDs sind mit Speicherkapazitäten von bis zu 11 TByte erhältich.

Weitere Informationen finden sich unter www.micron.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.