Fast zeitgleich mit dem Konkurrenten und Fabric-Spezialisten Brocade hat auch Extreme Networks mit seiner Open-Fabric-Netzwerkarchitektur die Erweiterung von Ethernet-Fabric-Architekturen bis an den Netzwerkrand vorgestellt. Fabrics verknüpfen mehrere Netzwerkgeräte zu einer automatisierbaren logischen Einheit, die ohne das herkömliche Spanning Tree Protocol (STP) auskommt und damit performanter und besser verwaltbar sein soll. Extremes Open Fabric Edge dient dazu, Unified Communications (UC), physische Sicherheit, Audio-Video-Bridging (AVB) und WLAN auf einem konvergenten Netzwerk zu ermöglichen. Der Netzwerker hat dazu entsprechend aufgerüstete Edge-Switches, WLAN Access Points (APs) und Management-Software angekündigt. 

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Open Fabric Edge ist Extremes Antwort auf gestiegene Anforderungen im Bereich Virtualisierung, Mobilität von Anwendern wie auch Ms sowie intelligente Netzwerk-Services. Extreme XOS soll dabei als Middleware für die Switches dienen, das die nötige Intelligenz für konvergente Anwendungen, Mobilität und Software-Defined Networking (SDN) bereitstellt.

 

In puncto SDN erlaube das Switch-Betriebssystem XOS die Integration externer Anwendungen. Es unterstütze das Standardprotoll Openflow auf den Summit-Switches und biete Werkzeuge für die Automation und die Verbesserung des Zusammenspiels von Applikationen mit dem Netzwerk. Auch das auf Server-Seite beliebte Openstack werde hierzu unterstützt.

 

XOS sei nun für den Betrieb mit marktführenden Collaboration-Plattformen inklusive Microsoft Lync Server 2010 zertifiziert. Somit könne es alle geforderten Aspekte von UC liefern. Für den hochverfügbaren Netzbetrieb unterstützt das Betriebssystem das Redundanzprotokoll EAPS (Ethernet Automatic Protection Switching).

 

Für mehr Sicherheit erlaube Open Fabric Edge die einfache Installation hochauflösender Kameras für die Kontrolle der physischen Zugangssicherheit: XOS umfasse Tools zur Erkennung und Bereitstellung von IP-Kameras und ermögliche 802.1X-Authentisierung sowie QoS-Policies (Quality of Service) für den Video-Traffic.

 

Der neue Summit-X430-Switch soll diese Intelligenz bis in die konvergenten Zugangsnetze bringen. Der Access-Switch vereint dazu laut Hersteller granulare QoS, hohe Verfügbarkeit und identitätsbezogene Sicherheitsfunktionen in einem kompakten und preisgünstigen Gerät.

 

Ebenfalls neu sind Switches der Summit-X440-Serie mit Glasfaserschnittstellen für alle Ports. Untenehmen können damit laut Extreme-Angaben nun Geräte wie Kameras, Telefone, Home Offices und andere Netzwerkgeräte über Entfernungen von bis zu 70 Kilometer mit den Aggregation- oder Core-Switches verbinden.

 

Mit Ridgeline 4.0 liegt nun eine Netzwerk- und Service-Management-Software vor, deren grafisches User Interface für den Überblick über Switches, Access Points und WLAN-Controller Extreme überarbeitet hat. Hinzu gesellt sich mit Chalet ein Web-basiertes User Interface für die vereinfachte Verwaltung der physischen Sicherheit. Damit könne das Management von Axis-IP-Kameras durch einen Extreme-Switch erfolgen.

 

Die neuen Altitude 4022 und 4522 Access Points für  802.11n-WLANs schießlich ermöglichen laut Extreme-Verlautbarung den Controller-losen Betrieb kleiner oder mittlerer Standorte, indem sie als virtuelle Controller arbeiten.

 

Weitere Informationen finden sich unter www.extremenetworks.com.

Mit Switches der Serien X430 und X440 (Bild) will Extreme Networks SDN-fähige Ethernet-Fabrics bis zum Netzwerkrand ermöglichen. Bild: Extreme Networks