Um die Automatisierung in Rechenzentren zu unterstützen hat Extreme Networks sein neues Lösungsportfolio Agile Data Center vorgestellt. Es soll Unternehmen dabei helfen, Automatisierungsinitiativen in ihrem eigenen Tempo durchzuführen, und ihnen Management- und Analyse-Tools an die Hand geben, die auch in heterogenen Multi-Vendor-Umgebungen die Steuerung des gesamten Netzwerks ermöglichen.

Das neue Angebot des Netzwerkausrüsters umfasst Software und Hardwarekompontenen und adressiert Unternehmen, die bereits Schritte in Richtung Automatisierung in Angriff genommen haben, sowie auch jene, die noch am Anfang dieser Reise stehen. Laut Hersteller ermöglichen die Lösungen einen praktischen Plug-and-Play-Einsatz und kombinieren zugekaufte Netzwerk- und Automatisierungstools für Rechenzentren mit den hauseigenen, leistungsstarken Management-, Analyse- und Sicherheitsfunktionen.

Auf diese Weise sei es möglich, für Unternehmen die Risiken zu reduzieren und die Komplexität sowie den manuellen Arbeitsaufwand zu senken, der mit der Bereitstellung und Verwaltung heterogener IT-Umgebungen in Rechenzentren, mit Komponenten unterschiedlicher Anbieter und der Modernisierung von Legacy-Architekturen einhergeht, so Extreme Networks.

Als Hauptmerkmal seines neuen Lösungsangebots nennt der Hersteller:

  • Eine Domain-übergreifende IT-Automatisierung: Der Workflow Composer nutze die herstellereigene StackStorm-Plattform und ermögliche so eine individuell angepasste, Domain- und Hersteller-übergreifende IT-Automatisierung sowie die vollständige Integration von Rechen-, Speicher-, Sicherheits- und Netzwerkressourcen.
  • Eine Automatisierung im eigenen Tempo: Die Embedded Fabric Automation bietet innerhalb von Sekunden den Aufbau einer sofort einsatzbereiten (Plug-and-Play-) Fabric-Infrastruktur für Rechenzentren – unabhängig von deren Größe und ohne zusätzliche Software oder Server, so Extreme. Unternehmen sollen so in ihrem eigenen Tempo, mit beliebten Tools wie Ansible, individuell angepasste Workflows einrichten können oder mithilfe des Workflow Composers auf eine vollständige IT-Automatisierung setzen.
  • Transparenz durch ein übergreifendes Management: Das Extreme Management Center soll umfassende Management- und Überwachungsfunktionen über Systeme verschiedener Anbieter und das gesamte Netzwerk bieten – vom kabelgebundenen oder kabellosen Netzwerkzugang bis zum Rechenzentrum. Dies reduziere den Verwaltungsaufwand und beschleunige Fehlersuche und -behebung.
  • Umfassende Analysefunktionen: ExtremeAnalytics ermöglicht zudem Einblicke in die Applikationsnutzung – über alle Bereiche eines Campus-Netzwerks hinweg bis zum Rechenzentrum, zwischen VMs auf Host-Servern sowie in der Cloud, und liefert auf diese Weise Echtzeitinformationen für fundierte Entscheidungen. Ein virtueller Sensor erfasst Informationen zum Datenverkehr in und zwischen virtuellen VMware-Instanzen, ohne das Netzwerk zu verlangsamen. Die hauseigene SLX-Produktfamilie von Switches und Routern ermöglicht es zudem Gast-VMs einzurichten und liefert dezentrale Analysefunktionen für Individualüberwachungen und Fehlersuchen, so der Hersteller.
  • Anpassungsfähigkeit und Agilität für das Netzwerk: Die offene und herstellerunabhängige Architektur von Extreme soll außerdem die Bindung an einzelne Hersteller (Vendor Lock-in) vermeiden und die Grundlage für ein Netzwerk bilden, das sich leicht und schnell an die sich ständig ändernden Geschäftsanforderungen anpassen lässt. Die nahtlose Integration mit dem VMware vCenter beschleunige die Anwendungsbereitstellung durch automatisierte VM-Erkennung ohne manuellen Eingriff (Zero-Touch), VM-Mobilität und VM-Server-Migration.
  • Hardware für jeden Anwendungsfall: Die SLX-Switching- und Routing-Plattformen bilden laut Hersteller die Grundlage für das moderne Rechenzentrum. Neue SLX 9030 Leaf-Switches, die Extreme Networks für ein verbessertes Top-of-Rack-Switching entwickelt hat, sowie der SLX 9640-Router für skalierbares, leistungsstarkes Border-Routing und Data Center Interconnect (DCI) ergänzen das bestehende Portfolio.

Weitere Informationen finden sich unter www.extremenetworks.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.