Wie Adva Optical Networking meldete, teste man das von Facebook entworfene Voyager-System nun in Kooperation mit neun Kunden: Eine Reihe von Tier-1-Netzbetreibern und großen Unternehmen erprobe das offene, paketoptimierte optische Übertragungssystem in unterschiedlichen Umgebungen. Damit laufe nach kaum neun Monaten Entwicklungszeit durch die Projektgruppe „Open Optical Packet Transport“ des Telecom Infra Projects (TIP) nun erstmals der kommerzielle Testbetrieb.

Voyager ist ein DWDM-Gerät (Dense Wavelength Division Multiplexing) von nur einer Höheneinheit mit zwölf 100GBit/s-QSFP28-Schnittstellen auf der Client-Seite und vier 200GBit/s-16QAM-Schnittstellen auf der Netzseite. Nach Beginn des Projekts im vergangenen Mai hat das Gerät sehr schnell den Schritt vom Entwurf zum physischen Produkt bewältigt.

Der Münchner Optical-Networking-Spezialist Adva war nach eigenen Angaben der erste Anbieter, der öffentlich seine kommerzielle Unterstützung für das offene DWDM-Gerät erklärt hatte. Die neun Testumgebungen, so Adva, zeigten das Interesse am Voyager-System wie auch die Nachfrage in der Branche nach Packet Optical Networking.

Voyager ist ein 1HE-DWDM-Gerät mit zwölf 100GBit/s-QSFP28-Schnittstellen auf der Client-Seite und vier 200GBit/s-16QAM-Schnittstellen auf der Netzseite. Bild: Adva Optical Networking

Neben Aufwendungen bei der Hardware hat Adva laut eigenen Angaben die vergangenen neun Monate auch mit der Weiterentwicklung seiner Lösung FSP Network Manager verbracht, um einfache Plug-and-Play-Funktionalität für Voyager zu gewährleisten. Zudem habe man maßgeschneiderte Service-Pakete entwickelt, damit Voyager-Kunden ihre Lösungen an den eigenen Bedarf anpassen können.

Weitere Informationen finden sich unter www.advaoptical.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.