Fluke Networks hat das Modell FI-3000 FiberInspector Pro vorgestellt, eine nach Angaben des Herstellers besonders effiziente Inspektionskamera für MPO-Endflächen. MPO-Technik ermöglicht die gleichzeitige Verbindung von bis zu 32 Glasfasern, die allerdings anfällig gegen den Hauptgrund für Ausfälle von Glasfasern sind: Verunreinigungen. Techniker können mit der FI-3000 die Faserendfläche mit der Live-View-Funktion sofort sehen und dann die gestenbasierte Oberfläche zum Vergrößern einzelner Fasern oder zum Durchführen einer sekundenschnellen automatisierten Pass/Fail-Analyse nutzen.

„Das Wachstum von Netzwerken mit höherer Dichte in Rechenzentren und FTTx zu Heim, Büro oder zur Antenne stärkt die breite Akzeptanz von MPO-Technologie“, so Mike Hughes, VP of Product Management bei US Conec, einem weltweit in der Entwicklung und Bereitstellung von optischen Verbindungen mit hoher Dichte führenden Unternehmen und „Erfinder“ des MTP/MPO-Hochleistungssteckverbinders. „Ein Stäubchen, das für das menschliche Auge unsichtbar ist, kann zu zeitweiligen Fehlern oder sogar zum vollständigen Ausfall einer Glasfaser-Verbindung führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass jede Glasfaserverbindung – selbst bei Fasern direkt von der Fabrik – vor dem Anschluss inspiziert wird.“

Die FI-3000 FiberInspector Pro bietet laut Fluke Networks einen umfangreichen Funktionssatz, mit dem das Überprüfen von MPO-Glasfasertrunks leicht und effizient ablaufen soll. Die Ausführung mit mehreren Kameras und Autofokus liefert eine Live-Ansicht der gesamten Endfläche sofort auf ein Smartphone oder den Versiv-Bildschirm. Durch Tippen auf „Test“ erhalte der Techniker in Sekunden ein automatisiertes Pass/Fail-Ergebnis für jede ein- und zweireihige Konfiguration oder acht, zehn, zwölf oder 16 Glasfasern, das mit der Norm IEC 61300-3-35 konform ist.

Die besondere Ergonomie der FI-3000 unterstütze zudem die einfache Untersuchung von Panels oder Kabeln durch Steuerelemente auf der Rückseite, die eine einhändige Bedienung vereinfachen. Mit der integrierten Port-Bright-Beleuchtung lasse sich zudem der richtige Anschluss auf dunklen oder dicht belegten Patch-Panels leicht finden. LEDs zeigen Pass- oder Fail-Zustände an.

Beim Einschalten arbeitet der Tester mit iOS- oder Android-Geräten über die FI-IN-App. Mit dieser App kann der Anwender Ergebnisse speichern oder sie anderen in Form von Bildern oder eines PDF-Berichts mitteilen. Im Verlauf dieses Jahres werde die FI-3000 auch zusammen mit dem Versiv-Kabelzertifizierungssystem arbeiten, verspricht Fluke. Damit können Versiv-Anwender Inspektionsberichte mittels LinkWare PC oder LinkWare Live erstellen – ebenso wie sie dies heute für Kupfer, Glasfaserdämpfung und OTDR tun – und sie in einen kompletten Projektbericht zusammenfassen.

Weitere Informationen stehen unter www.flukenetworks.com zur Verfügung.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.