Gastkommentar von NTT

Digital Twins als Grundlage für die Smart City

15. Juli 2021, 13:34 Uhr   |  Marcus Giehrl/wg

Digital Twins als Grundlage für die Smart City
© Wolfgang Traub

Städte nachhaltiger und resilienter zu machen, steht auf der Agenda vieler Planungsbehörden ganz oben. Die Grundlage für solche Smart-City-Konzepte liefern Digital Twins, also virtuelle Abbilder kompletter Stadtquartiere. Der weltweit tätige IT-Dienstleister NTT erklärt im nachfolgenden Gastbeitrag, wie sich mittels digitaler Zwillinge Infrastrukturen und Prozesse steuern, analysieren und kontinuierlich verbessern lassen – für die Städteplanung, das Baugewerbe und das Mobilitäts-Management im urbanen Raum.

Ursprünglich wurden digitale Zwillinge entwickelt, um Fertigungsabläufe mit Hilfe von Simulationen, die auf hochgenaue Modelle einzelner Komponenten zurückgreifen, zu optimieren. Dank der Verfügbarkeit immer größerer und genauerer Gebäudeinformationsmodelle in Kombination mit Big Data, die von IoT-Sensoren und anderen Datenquellen generiert werden, lassen sich inzwischen Digital Twins ganzer Städte erstellen. Diese beinhalten digitale Abbilder von Objekten wie Gebäuden und Straßen, aber auch von Prozessketten wie Mobilitätsströmen und Treibhausgas-Emissionen sowie sozialen Interaktionen.

Der digitale Zwilling liefert damit ein virtuelles Stadtmodell, das als Entscheidungsgrundlage für die Planung urbaner Infrastrukturen und bei der Optimierung von Prozessen dient sowie Kosten, Sinnhaftigkeit und Risiken von Projekten erschließt. Der digitale Zwilling kann seinem physischen Bruder sogar direkt Rückmeldungen geben und zu einem sich selbst verbessernden System werden.

Die Baubranche gehört weltweit zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren. Mit Hilfe eines digitalen Zwillings lassen sich bereits in der Planungsphase Prozesse optimieren und damit nachhaltiger gestalten. Zudem lassen sich Risiken wie Kostensteigerungen, Planungsfehler oder Ablaufstörungen frühzeitig erkennen und vermeiden. Nach der Fertigstellung des Projekts stehen dann die gesammelten digitalen Informationen, die den kompletten Lebenszyklus umfassen, für die Planung einer ressourcenschonenden Bewirtschaftung zur Verfügung.  

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