Die neue Version von HPs Cloud-Plattform Cloudsystem, die im Frühjahr 2014 auf den Markt kommen soll, bietet Tools für das Hybrid-Cloud-Management und soll auch die dynamische Skalierung von Private- in Public-Cloud-Umgebungen – „Cloud Bursting“ genannt – unterstützen. Hinzu gesellen sich neue Professional Services, um den Unternehmen die Planung und Einführung von Hybrid-Cloud-Umgebungen zu erleichtern.

Mehr zum Thema:

OpenQRM: Hybrid-Cloud-Software aus Deutschland

Red Hat Enterprise Linux 6.5 verfügbar

Netapp: Die Wolke als Backup

Gastkommentar René Büst: Was bringt VMwares Vcloud Hybrid Service?

 

Cloudsystem nutzt das Openstack-basierte Betriebssystem Cloud OS, das nun die Basis für HPs Hybrid-Cloud-Architektur bilden soll. Es handle sich um eine von HP getestete Openstack-Distribution, die einfach zu installieren und verwalten sei, so der Hersteller.

 

In der künftigen Cloudsystem-Generation inbegriffen ist HPs ebenfalls neue Verwaltungslösung mit dem selbsterklärenden Namen „Hybrid Cloud Management Platform“: Die Lösung soll das umfassende Management von Cloud-Services über Public und Private Clouds hinweg – somit also für Hybrid Clouds – ebenso wie von traditionellen IT-Umgebungen ermöglichen.

 

In diesem Kontext soll Cloudsystem künftig auch das dynamische Hinzuziehen von (also Bursting zu) verschiedenen Public-Cloud-Plattformen erlauben. In Frage kommen hier – neben dem bereits verfügbaren AWS-Support (Amazon Web Services) – Public-Cloud-Ressourcen von Microsoft Azure sowie die Plattformen des im Sommer von United Internet übernommenen spanischen Providers Arsys und des französischen TK-Anbieters SFR. Das Cloud Bursting funktioniert laut HP-Angaben aber auch mit den acht deutschen Cloudagile-Partnern, darunter zum Beispiel Janz IT, FIS-ASP, Cancom und Mesh.

 

HP betont, die nächste Cloudsystem-Generation bringe eine anwenderfreundliche Benutzeroberfläche und vereinfachte Management-Tools mit, zudem sei sie leicht zu implementieren. Dadurch soll ein Unternehmen den für das Aufsetzen einer kompletten Private-Cloud-Umgebung erforderlichen Zeitrahmen von Wochen auf nur wenigen Stunden verkürzen können.

 

Die Hybrid Cloud Management Platform nutzt HPs Management-Lösung CSA (Cloud Service Automation) 4.0. Die Plattform unterstützt laut Hersteller das hauseigene Cloud OS mit Openstack ebenso wie den Open-Source-Standard Tosca (Topology and Orchestration Specification for Cloud Applications). Dies soll das Portieren von Anwendungen und die Verwaltung hybrider Umgebungen erleichtern.

 

Begleitend erweitert HP sein weltweit verfügbares Dienstleistungsangebot um neue Services für die Planung hybrider Umgebungen. Die Hybrid Cloud Design Professional Services ziehen laut HP einen modularen Entwicklungsansatz heran, damit Unternehmen Cloud-Lösungen gemäß ihren technischen, organisatorischen und geschäftlichen Anforderungen entwickeln können.

 

Zeitgleich wächst HPs VPC-Portfolio (Virtual Private Cloud): Dieses reiche nun von standardisiertem Self-Service bis zum individuellen und komplett gehosteten Service-Modell. Dabei könne ein Unternehmen nun zwischen virtueller und physischer Konfiguration ebenso wählen wie zwischen unterschiedlichen Storage-Arten, Hypervisoren und Netzwerkverbindungen.

 

Die Dienstleistung namens „Flexible Capacity“ – die Vermietung von Server-, Netzwerk- oder Storage-Equipment mit fixer Basisgebühr und Bezahlung pro Nutzung – gilt ab sofort auch für bereits vorhandene Komponenten von Drittanbietern. Damit, so HP, unterstütze man nun auch wirklich heterogene IT-Umgebungen. Cloudsystem wiederum erlaube jetzt auch ein Bursting hin zu einer Flexible-Capacity-Infrastruktur.

 

Das neue Cloudsystem wird laut HP-Angaben in der ersten Jahreshälfte 2014 weltweit verfügbar sein. Die Hybrid Cloud Management Platform soll im Januar 2014 auf den Markt kommen, die Listenpreise beginnen bei 19.600 Dollar.

 

Die Hybrid Cloud Design Professional Services und Flexible Capacity sind laut HP bereits weltweit erhältlich, die Preisgestaltung variiere pro Land und je nach den spezifischen Unternehmensanforderungen. HPs Managed Virtual Private Cloud ist weltweit erhältlich, Public Cloud VPC hingegen nur in den USA.

 

Weitere Informationen finden sich unter www.hp.com.

Service-Templates sollen die bedarfsgerechte Bereitstellung von Cloud-Services erleichtern. Bild: HP

HPs Cloudsystem soll Private und Public Clouds zusammenführen und damit den Aufbau von Hybrid Clouds ermöglichen. Bild: HP