Der chinesische TK- und Netzwerkausrüster ZTE stellt auf der CeBIT seine LPWAN-Lösung (Low-Power Wide Area Network) „Smart Street 2.0“ vor. Diese soll eine Grundlage für die Smart City schaffen und Stadtverwaltungen dabei unterstützen, öffentliche Dienstleistungen für das städtische Straßennetz zu automatisieren.

Die Lösung, so ZTE, integriere durch Einsatz von IoT-Technik (Internet of Things), einer Cloud-Computing-Plattform und Big-Data-Analysen zentrale Services für alltägliche Einrichtungen auf der Straße, darunter Services im Umfeld der Parkplatzbereitstellung und der Beleuchtung. Ziel ist es, das Leben für die Bürger komfortabler zu gestalten und Stadtverwaltungen dabei zu unterstützen, öffentliche Dienstleistungen durch besseres Management und eine genaue Service-Planung effizienter zu machen, etwa durch transparente und faire Gebührenerfassungssysteme. Zugleich schone eine intelligente Verkehrsführung die Umwelt.

Das Herzstück der Lösung ist laut ZTE-Angaben das „Street Command and Control Center“ als Backend-Knotenpunkt für die straßenbezogenen Anwendungen. Diese Zentrale interagiere mit der Smart-Street-IoT-Infrastruktur und erfasse Daten aus den Teilsystemen. Dank Big Data Analytics Engine stelle die Lösung per Smartphone-App Kontakt zu den Bürgern her, um diesen Benachrichtigungen, Hinweise, Navigations- und intelligente Routing-Informationen zu liefern. Sie erfasse auch Gebührenzahlungen für Smart Parking sowie andere Zahlungen, etwa Bußgelder.

Funktionen wie ein IoT-gestütztes automatisches Parken (Smart Parking) zeigen laut ZTE die erfassten verfügbaren Parkplätze in der Straße und in der Nähe der Autofahrer in Echtzeit an, leiten die Autofahrer zu diesen freien Parkplätzen und handhaben die Online-Bezahlung der Parkgebühr. Intelligente Straßenleuchten wiederum funktionieren auf Basis von Faktoren wie Tageszeit, Umgebungshelligkeit und Wetter. Per Skript im Street Command and Control Center könne man das automatische Ein- und Ausschalten der Straßenbeleuchtung oder das Verändern ihrer Helligkeit steuern – in Abhängigkeit von den in Echtzeit erfassten Umgebungsbedingungen oder auch der Aktivität in der Straße.

Intelligente LED-Panels in den Straßen könnten zudem Wetter, Temperatur, Lärmpegel und andere Informationen anzeigen, um sie für öffentliche Bekanntmachungen oder städtische Werbezwecke zu nutzen. Außerdem könnten Sensoren die Abfallmengen in Abfallbehältern erfassen und diese an das Backend-System melden, etwa wenn die Abfallbehälter zu 80 Prozent voll sind. Die automatisch an das Backend-System übermittelte Aufforderung zum Leeren werde dann als Benachrichtigung an den zuständigen Müllfahrzeug-Fahrer weitergeleitet. Das System navigiere den Fahrer über die effizienteste Route zu den angezeigten Abholstellen und erstelle sogar einen dynamischen Plan für mehrere Abfallabholungen in dem betreffenden Gebiet.

Weitere Informationen finden sich unter www.zte-deutschland.de.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.