Die Zahl der IP-basierten Nachrichten soll die Zahl der versendeten SMS noch in diesem Jahr einholen. Dies besagt eine aktuelle Studie, die Tyntec in Zusammenarbeit mit dem US-Analyseinstitut Gigaom Research durchgeführt hat. Insgesamt 10 Billionen SMS und IP-Nachrichten werden Anwender 2013 verschicken. Vor allem Over-the-top-Dienste (OTT) wie Whatsapp und der Facebook Chat trieben diese Entwicklung voran.

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Laut der Studie soll sich dieser Trend fortsetzen. Die Experten von Tyntec gehen davon aus, dass bis 2016 1,8 Milliarden Nutzer jährlich 15 Billionen Nachrichten verschicken. Besitzer eines mobilen Endgeräts setzen bei der P2P-Kommunikation (Peer to Peer weiterhin auf kostengünstige Nachrichtendienste. Da IP-basierte Nachrichten und SMS jedoch nicht miteinander kompatibel sind und beim IP-basierten Messaging immer wieder Sicherheitslücken auftauchen, müssen Verbraucher zwischen IP-basierten Nachrichten und SMS hin und her wechseln.

 

Des Weiteren zeigt die Umfrage, dass die SMS-Nutzung bis 2016 ebenso um fünf Prozent pro Jahr zunehmen wird, ungeachtet der Beliebtheit der neueren IP-basierten Messaging-Dienste. Dies geht teils auf Internet-Companies, soziale Netzwerke und andere Unternehmen zurück, die weiterhin von den Vorteilen der SMS profitieren wollen. Das bewährte Kommunikationsmodell bietet ständige Verfügbarkeit, eine hohe Kompatibilität und eine weltweite Reichweite. Zum Beispiel verlässt sich Google im Bereich der Wachstumsmärkte auf die SMS, um E-Mails zuzustellen und zur Authentisierung bei Anmeldevorgängen. Ferner nutzen soziale Netzwerke die Nachrichten, um Aktualisierungen zu veröffentlichen.

 

Viele Verbraucher wünschen sich daher eine komfortable Nachrichtenvermittlung, die beide Dienste vereint. Laut Gigaom besteht die Lösung in virtuellen Telefonnummern. Diese sind sowohl mit IP-basiertem Messaging als auch mit SMS kompatibel und ermöglichen es den Benutzern, Nachrichten unabhängig vom Zustellungsmechanismus zu senden und zu empfangen. Auf diese Weise lassen sich die Nachrichten unabhängig von den verschiedenen Geräten verschicken. Dies ermögliche es einem Whatsapp-Nutzer, eine Nachricht per SMS an einen Nicht-Whatsapp Nutzer zu schicken, ohne vorher die Anwendung beenden zu müssen.

 

Als ein Beispiel nennt Tyntec Carrier. Diese könnten von der Marktentwicklung profitieren, indem sie die Player am OTT-Markt mit ihren eigenen, virtuellen Telefonnummern versorgen. Auf diese Weise ermöglichen sie eine lückenlose globale Kommunikation und erhalten Zugang zum Markt für OTT und Cloud-Telefonie. Durch die Verbindung der verschiedenen Nachrichtentechniken sollen OTT-Markt-Player und Carrier eine höhere Skalierbarkeit, größere Sicherheit bei der Nachrichtenzustellung und eine komfortable Benutzeroberfläche für die Verbraucher anbieten können. Für die Mobilfunkbetreiber bedeutet dies einen zusätzlichen internationalen SMS- und Gesprächs-Traffic und die damit verbundenen Umsätze über den OTT- und Web-2.0- Markt.

 

Weitere Informationen finden sich unter www.tyntec.com.