Cradlepoint stellt NetCloud Exchange vor

5G, SD-WAN und Zero-Trust-Sicherheit unter einem Hut

25. August 2022, 8:00 Uhr | Anna Molder
NetCloud
© Cradlepoint

Cradlepoint, Anbieter für Cloud-basierte Mobilfunklösungen, hat NetCloud Exchange angekündigt. Dabei handelt es sich um eine Cloud-native Lösung, die auf richtliniengesteuerten Zero-Trust-Prinzipien basiert und mehrere SD-WAN- und Security-Dienste bereitstellt. Die Erweiterung der Management-Software NetCloud ermögliche es Unternehmen mit privaten oder Cloud-basierten Rechenzentren, die Fähigkeiten ihrer 5G-Installationen zu erweitern, damit neue Dienste anzubieten und zugleich ihre Geschäftsabläufe digital zu transformieren.

Zu den Services, die künftig auf Basis der Lösung NetCloud Exchange bereitstehen, gehört unter anderem Secure Connect. Der flexible VPN-ähnliche Dienst ermögliche es, bei 4G LTE und 5G in drei Konfigurationsschritten eine sichere End-to-End-Verbindungen für Tausende von Standorten einzurichten.

Zudem beseitige er die Komplexität beim Betrieb, die aus herkömmlichen VPNs bekannt ist, durch das automatisierte Orchestrieren von Tunneln, eine effiziente Verschlüsselung, namensbasiertes Routing und vereinfachtes IP-Adress-Management. Bei der Lösung kommen laut dem Anbieter Zero-Trust-Prinzipien zum Einsatz. Dazu zählen laut dem Anbieter einerseits das Maskieren (Cloaking) der IP-Adressen und andererseits die Tatsache, dass kein Netzwerkzugang mit der standardmäßigen Vorabeinstellung konfiguriert ist.

Während herkömmliche VPN-Verbindungen zuerst eine Verbindung schaffen, die sie dann absichern, sichere Secure Connect zuerst die Zugänge, über die eine Verbindung möglich ist, und ändere so das herkömmliche VPN-Paradigma von „erst verbinden und dann sichern“ zu „erst sichern und dann verbinden“, unter Berücksichtigung des Least-Privilege-Prinzips.

Der Service Advanced SD-WAN erweitert die aktuellen SD-WAN-Funktionen um End-to-End-Unterstützung und erweiterte Anwendungsoptimierung. Dieser erweiterte Dienst ermögliche Funktionen wie 5G-Netzwerk-Slicing. Zudem lasse sich der Netzwerkverkehr widerstandsfähig und flexibel steuern. Und schließlich sind die Verbindungsendpunkte sowohl in privaten als auch in Cloud-basierten Datenzentren skalier- und belastbar, so das Anbieterversprechen.

Bei Zero Trust Network Access handelt es sich laut Cradlepoint um einen einfach zu implementierenden Dienst, der flexible, feinkörnig abgestimmte Richtlinien nutzt, die auf den Kategorien „Benutzer“, „Standort“, „Anwendung“ und „Ressource“ basieren. Diese Richtlinien verwenden Identität, Kontext und 5G-Attribute, um den Netzwerkzugang zu steuern, so die weiteren Angaben.

Die genannten Services stehen über das „NetCloud Exchange Service Gateway“ bereit. Dabei handelt es sich um eine softwarebasierte Lösung für private und Cloud-basierte Rechenzentren.  „NetCloud Exchange Secure Connect“ und „NetCloud Exchange Service Gateway“ sind ab sofort verfügbar, die anderen Lösungen ab dem vierten Quartal dieses Jahres.


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