Dell Technologies stellt Dell EMC PowerOne vor

Autonome Infrastrukturlösung für automatisierte Abläufe 

18. November 2019, 12:11 Uhr   |  Von Dr. Wilhelm Greiner.

Autonome Infrastrukturlösung für automatisierte Abläufe 

Dell Technologies hat die autonome Infrastrukturlösung Dell EMC PowerOne vorgestellt. Sie soll die Bereitstellung, Verwaltung und Nutzung von IT im Unternehmen vereinfachen. Dazu integriert sie PowerEdge-Compute-Systeme, PowerMax-Speicher, PowerSwitch-Netzwerklösungen und VMware-Virtualisierung - das Prinzip ist von HCI (Hyperconverged Infrastructure) bekannt. Dell ergänzt dies allerdings um eine integrierte intelligente Automatisierungs-Engine. Diese soll Tausende manueller Schritte über den gesamten IT-Lebenszyklus automatisieren und damit sogar dem autonomen IT-Betrieb den Weg ebnen.

Mit PowerOne will Dell ein selbstverwaltetes "Datacenter as a Service" gemäß dem "Infrastructure as Code"-Ansatz liefern. Der Hersteller vergleicht die Funktionalität der integrierten Automatisierungs-Engine mit einem autonomen Auto, bei dem der Insasse nur noch das gewünschte Ziel eingeben muss. Auf ähnliche Weise könne nun der Administrator das gewünschte Geschäftsergebnis angeben - das System berechne dann den besten Weg und erledige den Rest.

Wichtig für diesen hohen Grad der Automation ist, dass das System von außen adressierbar ist: PowerOne bietet dazu laut Dell-Bekunden eine einheitliche API auf Systemebene, die es Anwendern erlaubt, Ressourcenpools zu erstellen. Die API lasse sich in Tools wie etwa Service-Portale einbinden. Damit ersetze man den manuellen durch einen programmierbaren IT-Betrieb. So könne man zum Beispiel mit nur wenigen Klicks einsatzbereite VMware-Cluster erstellen.

Für diese Automatisierung des IT-Betriebs umfasst das System diverse Assistenzfunktionen. So beschleunigt ein Launch-Assistent laut Dell die Installation und Konfiguration mittels integrierter Workflows, die auf validierten Designs von VMware und Best Practices von Dell EMC basieren. Ein Lifecycle-Assistent helfe, Infrastrukturrisiken zu reduzieren, indem er den täglichen Betrieb und das Lifecycle-Management durch automatisierte modulare System-Updates und -Validierungen erleichtere. Die Software prüfe kontinuierlich die korrekten Hardware- und Firmware-Einstellungen. Der Expansion-Assistent schließlich passe die Infrastruktur den Geschäftsanforderungen an. Er könne Ressourcen durch automatisierte Bereitstellungs- und Skalierungsfunktionen hinzufügen, entfernen oder neu zuweisen, so Dell.

Das All-in-One-System kommt in einem MX7000-Chassis. Es unterstützt laut Datenblatt bis zu zehn Server pro Chassis, bis zu 80 pro Compute Domain und bis zu 240 pro Pod.

Die Automatisierungs-Engine PowerOne Controller liefert der Hersteller in Form einer Appliance. Diese nutzt eine Kubernetes-Micro-Services-Architektur und Ansible-Workflows, um die Konfiguration, Bereitstellung und das Lifecycle-Management der Komponenten zu automatisieren. Ansprechbar ist der Controller über die erwähnte API oder das PowerOne Navigator Web-Interface.

Die Rechenbasis liefert der modulare Server PowerEdge MX mit Midplane-freien Design. Dies ermöglicht es laut Dell-Bekunden, mehrere Generationen von Bausteinen wie Mikroprozessoren, Speichertypen und Vernetzungslösungen - auch künftige - zu unterstützen. PowerOne automatisiere deren Einsatz und weise bei Bedarf Ressourcen zu, um eine dynamische, nach Bedarf skalierbare IT-Basis zu liefern. Dell nennt diesen Ansatz "kinetische Infrastruktur".

Zugleich senke PowerOne die Komplexität der Vernetzung, indem das System die Switch-Hardware abstrahiert und automatisiert. So stehe automatisch ein virtuelles Netzwerk für VMware-Workloads bereit. Als Switches kommt auf Leaf-Seite der Dell EMC Networking S5232F-ON zum Einsatz, in den IO-Modulen des MX7000-Chassis die PowerEdge MX9116 Fabric Switching Engine (FSE) und PowerEdge MX7116 Fabric-Erweiterungsmodule.

Für die Virtualisierung setzt Dell wie erwähnt auf die Technik der Tochter VMware. Das System nutzt hier ESXi, vSphere, NSX (für das Management-Cluster) sowie vCenter Server. Dell betont aber, man unterstütze auch Bare-Metal-Installationen.

Auf Storage-Seite verringere das Storage Array PowerMax (2000E, 2000P, 8000E, 8000P) die Komplexität durch automatisierte Speicherbereitstellung inklusive Zoneneinteilung. Das Speichersystem erweitere Cluster-Gruppen dynamisch, wenn es neue Ressourcen erkennt.

Der letzte Bestandteil schließlich ist Dells PowerProtect-Datensicherungsportfolio. Dieses umfasse Cloud-fähigen Speicher, integrierte Appliances und softwaredefinierte Lösungen. Als Data-Protection-Controller kommt die hauseigene Lösung NetWorker zum Einsatz (optional mit Data Domain), für Workload-Cluster setzt der Anbieter neben NetWorker auf Data Domain und Avamar.

Um Anwenderunternehmen bei der Einführung und Nutzung des Systems zu unterstützen, bietet Dell Technologies Beratungs- und -Migrationsdienstleistungen. Onsite-Experten sind laut Dell ebenso verfügbar wie ProSupport Plus für den laufenden Support über einen einzigen Ansprechpartner.

PowerOne ist über Dells neu angekündigtes "On Demand"-Lizenzmodell erhältlich. On Demand soll die Agilität der Cloud mit der Kontrolle und Leistung einer lokalen Infrastruktur vereinen: Das Anwenderunternehmen bezahle nur für das, was es auch wirklich nutzt. Man könne zwischen mehreren flexiblen "Pay per Use"-Optionen sowie globalen Bereitstellungs-, Support- und Managed Services wählen, so Dell.

PowerOne ist laut Hersteller ab dem 22. November 2019 weltweit erhältlich. Weitere Informationen finden sich unter www.dellemc.com/de-de/ .

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Dell EMC: Modulares PowerEdge-System benötigt keine Midplane
Dell will Einrichtung und Betrieb von Multi-Clouds erleichtern
Dell: Verbesserter Kubernetes-Support für die hybride Cloud

Verwandte Artikel

Automation

Dell

Dell EMC