Gefahren erkennen, bevor sie eintreten

Brände durch Monitoring verhindern

12. März 2021, 07:00 Uhr   |  Thomas Fritz/am

Brände durch Monitoring verhindern
© Bild: Kentix

Das Diagramm veranschaulicht die Brandfrüherkennung mit Multisensoren.

Wenn es um IT-Sicherheit geht, denken viele zuerst an Angriffe von Hackern, die sensible Daten erbeuten. Doch neben der Sicherheit auf der informationstechnischen Ebene kommt es bei der IT-Sicherheit auch auf die physische Sicherheit und die Gefahren durch physikalische Ursachen an, die in Server- und Technikräumen die IT-Infrastruktur lahmlegen können. Dazu zählen beispielsweise Schmorbrände von fehlerhaften Isolierungen, die zu einem Feuer führen können, Wassereinbrüche, zu hohe Temperatur, Feuchtigkeit oder unberechtigte Zutritte in nicht öffentliche Bereiche. Durch das Monitoring schutzbedürftiger Räume kann man Gefahren erkennen, bevor sie überhaupt eintreten.

Die physische Absicherung ist derjenige Teil bei Zertifizierungen gemäß ISO 27001, bei denen Auditoren am häufigsten große Mängel feststellen. Aktuell erleiden etwa 77 Prozent aller Unternehmen jährlich Systemausfälle, von denen etwa 50 Prozent auf physische Gefahren oder menschliches Versagen zurückzuführen sind. Diese physischen Gefahren stellen Verantwortliche vor erhebliche Herausforderungen. Es sind dabei aber nicht nur die IT-Leiter, die sich den steigenden Anforderungen an die Hochverfügbarkeit und den Betrieb von kritischen IT-Infrastrukturen stellen müssen, sondern auch die Geschäftsleitungen selbst. In Zeiten steigender Abhängigkeit von digitalen Geschäftsprozessen ist es „Chefsache“ dafür Sorge zu tragen, dass normative und gesetzliche Vorgaben eingehalten sind, um das Unternehmen vor Schäden zu bewahren.

Pflichten der Geschäftsleitung

Ob großes Rechenzentrum, mittelständisches Unternehmen oder Konzern – die jeweilig zuständige Geschäftsleitung kann sich den physischen Sicherheitsrisiken nicht entziehen. Beispielsweise haben Vorstandsmitglieder gemäß Paragraph 93 Absatz 1 (1) und (2) Aktiengesetz, die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters anzuwenden. Für die Geschäftsleitung einer GmbH ist nach Paragraph 43 Absatz 1 GmbH-Gesetz der gleiche Maßstab zur Sorgfalt gefordert.
Neben dieser Sorgfaltspflicht verlangt die Legalitätspflicht, dass sich die Gesellschaft in ihren Außenbeziehungen rechtmäßig verhält. Dazu muss die Geschäftsleitung auch die Handlungen ihrer Mitarbeiter überprüfen. In Paragraph 91 Absatz 2 Aktiengesetz ist die Einrichtung von Überwachungssystemen sogar explizit gefordert.

Gefahren erkennen, bevor sie entstehen

Um dies zu ermöglichen, ist ein vorausschauender Systemüberblick über alle kritischen Infrastrukturen erforderlich. Mit dem vorhandenen und vielfach mangelnden Fachpersonal stellt dies eine wesentliche Herausforderung für viele Unternehmen dar – insbesondere bei verteilen IT-Infrastrukturen. Um diese Transparenz zu ermöglichen, bietet sich ein Online-Umgebungs-Monitoring mit sogenannten Multisensoren an. Mit der integrierten Software lassen sich Ereignisse innerhalb und außerhalb der kritischen Bereiche detektieren, visualisieren und über verschiedene Wege an verantwortliche Personen kommunizieren, zum Beispiel als E-Mail, SMS oder Push-Nachricht per App auf das Smartphone oder die Smartwatch.  Ein zentrales Online-System ermöglicht es, alle Ereignisse alltagstauglich zu verwalten, zu dokumentieren und in Echtzeit rund um die Uhr zu überwachen. Dies versetzt Verantwortliche in die Lage, Gefahren zu erkennen, bevor sie eintreten. 

Umgebungs-Monitoring und Brandfrüherkennung mit Sensoren

In Datacentern, Produktionsstraßen, Lagern oder auch in Büroräumen befinden sich unterschiedliche sensible Komponenten wie Server, Energieversorgungselemente und weitere technische Intrastrukturen, die durch physische Einflüsse ausfallen können. Diese empfindlichen Geräte müssen vor zu hoher Temperatur oder Luftfeuchtigkeit, Brand oder Einbruch geschützt sein.  Hochempfindliche Sensoren an der Decke können sämtliche Bereiche im Raum erfassen und beispielsweise Über- und Untertemperatur durch defekte Klima- und Entfeuchtungsanlagen oder verstopfte Luftfilter erkennen. Auch Einbrüche oder unerlaubte Zugriffe in Server-Schränke kann man mit den Sensoren frühzeitig erkennen und anschließend melden. Gleichzeitig können die Multisensoren auch Schmorbrände und Brandgase identifizieren.

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2. Brandrisiken in Rechenzentren

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