Lösung für produktübergreifende Workflows angekündigt

Citrix Delivery Center vereint vier Lösungen zu einer Plattform

12. Februar 2008, 13:30 Uhr   |  

Auf seiner Channel-Veranstaltung Summit 08 hat SBC-Marktführer (Server-based Computing) Citrix sein Portfolio ganz auf die Vermarktung als Suite für die End-to-End-Anwendungsbereitstellung (Application Delivery) ausgerichtet und eine passende Verwaltungslösung angekündigt: Die neue Lösungsfamilie Citrix Delivery Center vereint vier Komponenten für die Applikationsbereitstellung: Xenserver, Xendesktop, Netscaler und Xenapp. Die als Xenserver und Xendesktop bezeichneten Server- beziehungsweise Desktop-Virtualisierungslösungen hatte Citrix letztes Jahr mit der Übernahme von Xensource erworben. Netscaler ist eine Familie von Appliances für die Beschleunigung des Zugriffs auf serverseitig vorgehaltene Anwendungen; Citrix hatte das Unternehmen 2005 zugekauft. Xenapp schließlich ist der neue Name für den allseits bekannten Citrix Presentation Server (vormals Metaframe), Citrix‘ Flaggschiff für das Server-based Computing. Im Rahmen des Hypes rund um Virtualisierungstechniken taucht SBC immer öfter unter der Bezeichnung "Applikationsvirtualisierung" auf. Dabei wäre allerdings der Name "Präsentationsvirtualisierung" passender - Applikationsvirtualisierung dient nämlich auch als Bezeichung für Konzepte wie das Application Streaming (also die netzwerkbasierte Echzeitübermittlung isolierter Anwendungen zu Clients).

Das Delivery Center umfasst zudem weitere Citrix-Lösungen, die als Teil der vier oben genannten Produktlinien auf den Markt kommen sollen: die SSL-Zugangslösung Citrix Access Gateway, das Performance-Monitoring-Werkzeug Citrix Edgesight, der Citrix Password Manager, die Streaming-Lösung Citrix Provisioning Server sowie die WAN-Beschleunigungsgeräte der Citrix-Wanscaler-Familie. Diese Lösungen sollen aber weiterhin auch einzeln verfügbar bleiben.

Außerdem kündigt das SBC-Schwergewicht nun mit Citrix Workflow Studio eine übergreifende Managementlösung an, die angesichts des inzwischen sehr umfangreichen Portfolios auch dringend nötig ist: Mit Citrix Workflow Studio sollen Unternehmen die Kommunikation verschiedener Citrix-Lösungen managen. Das Werkzeug fasst laut Hersteller "Befehle nahezu aller Produkte" zusammen und stellt sie als grafische Objekte dar, die sich dann leicht miteinander verbinden lassen sollen. Zuvor brachte praktisch jede Citrix-Lösung ihr eigene Management-Interface mit, waren doch die Produkte wie Netscaler, Wanscaler und Xenserver durch Zukäufe unter das Citrix-Dach gewandert. Workflow Studio soll es zudem erlauben, Citrix-Angebote in Third-Party-Lösungen zu integrieren. Die Software basiert auf Windows-Dotnet-, Powershell- und Windows-Workflow-Technik und erleichtert damit die Einbindung in Enterprise-Systemmanagementsuiten. Ziel ist es, die Anwendungsbereitstellung auf Workflow-Basis als durchgängigen, herstellerübergreifenden Prozess zu automatisieren.

Alle Bestandteile des Citrix Delivery Centers sind bereits verfügbar, handelt es sich doch nur um eine Umbenennung, die verdeutlichen soll, dass Citrix eine End-to-End-Infrastruktursuite zur Applikationsbereitstellung liefert - als einziger Anbieter am Markt in dieser Umfänglichkeit, auch wenn Vmware und Microsoft teils konkurrierende Bausteine liefern. Ein Tech Preview des Workflow Studios soll im zweiten Quartal 2008 bereitstehen. Wann das Tool allgemein verfügbar werden soll, hat Citrix noch nicht offiziell bekanntgegeben.

LANline/wg

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