Cohesity warnt vor Dark Data

Daten-Management prüfen und Dark Data vermeiden

19. März 2021, 12:00 Uhr   |  

Daten-Management prüfen und Dark Data vermeiden
© Wolfgang Traub

Die Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung einzuhalten, ist komplexer denn je. Die Daten in Unternehmen nehmen nicht nur massenhaft zu, sondern sie liegen auch fragmentiert vor. Oft wissen Firmen nicht genau, welche Art von Daten bei ihnen schlummert – die Rede ist von Dark Data. Nachfolgend beschreibt Cohesity anhand von drei Leitfragen, wie Unternehmen ihr Daten-Management in den Griff bekommen können.

Sind die Daten von verschiedenen Anwendungen gemeinsam genutzt oder hat jede Anwendung ihre eigenen dedizierten Ressourcen?

In den meisten Unternehmen haben sich verschiedene Datenpools entwickelt. Dies liegt hauptsächlich an historisch gewachsenen Infrastrukturen und Anwendungen, deren Architektur auf siloartigen Strukturen aufgebaut ist. Obwohl die Virtualisierung den Betrieb komplexer IT-Umgebungen stark vereinfacht hat, ist dies noch nicht bis in die Anwendungsebene durchgedrungen. So verwenden Backend-Systeme wie Datenbanken über Middleware bis zu Frontend-Systemen wie Web-Server häufig ihre eigenen Datensilos. Diese sind bei der Migration in die Cloud meist übernommen. So stehen Unternehmen vor der Herausforderung, vom Außenstandort über die eigenen Rechenzentren bis zu den Cloud-Hyperscalern unabhängige Datensilos zu verwalten. In diesem Fall sollten sie in einem iterativen Prozess ihre Infrastrukturen konsolidieren. Hier sind Tools einzusetzen, die alte und neue Workloads bewältigen können, ob on-Premises oder in der Cloud, um einen einheitlichen Datenpool zu schaffen, der umfassende und zuverlässige Informationen liefert.

Wie viele Kopien der Daten gibt es? Ist bekannt, wo die Kopien aufbewahrt sind, wer sie besitzt und verwaltet, wer Zugriff darauf hat und was sie kosten?

Häufig gibt es in Unternehmen an verschiedenen Orten mehrere Kopien der gleichen Daten. Dies erhöht direkt die Speicherkosten. Die Datenkopien sind durch Test- und Entwicklungs-Umgebungen, Sicherungen, siloartige Anwendungen, Archive und regulatorische Anforderungen erzeugt. So geben laut IDC-Studien die Unternehmen bis zu 60 Prozent des Speicherbudgets alleine für die Verwaltung von Kopien aus. Gerade in der aktuellen Pandemie setzen Unternehmen vermehrt auf SaaS-Angebote wie Microsoft 365. So entstehen etwa bei Office und Outlook jeweils eigene Datensilos on-Premises und in der Cloud, da nicht alle Daten migriert oder synchronisiert sind. Zudem sind bei SaaS-Lösungen oft spezielle Compliance-Anforderungen zu erfüllen, insbesondere bei streng regulierten Branchen wie das Finanz- und Gesundheitswesen. Dies führt oft zu weiteren Datensilos und höheren Kosten, die nur durch ein einheitliches Daten-Management zu reduzieren sind.

Sind mehrere Produkte für Backup, Archivierung und Disaster Recovery in Verwendung?

Für das Daten-Management setzen Unternehmen in der Regel mindestens drei verschiedene Tools für Backup, Archivierung und Disaster Recovery ein, häufig sogar noch mehr. Denn Clouds, Workloads, Virtualisierungen und für die Compliance notwendige Zertifizierungen erfordern oft weitere Lösungen. Gleichzeitig führen stetig steigende Compliance-Anforderungen zu weiteren Datenkopien. Daher ist das Konsolidieren dieser Anwendungsfälle erstrebenswert, um die Komplexität zu reduzieren. Dies erfordert eine zentrale Daten-Management-Lösung, die sich schrittweise einführen und laufend anpassen lässt. So sollen auch die Betriebskosten für Management und Wartung sowie die Kapitalkosten für die erforderliche Infrastruktur sinken. Gleichzeitig profitieren die Unternehmen durch eine Konsolidierung der Lösungen von niedrigeren Lizenzgebühren.

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