Vom veralteten File-Server zum modernen File-Service

Die Evolution

24. August 2021, 07:00 Uhr   |  Thomas Haberl/jos

Die Evolution
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Einer der wesentlichen Vorteile des File-Services-Konzepts ist die Verschlüsselung des gesamten Austauschs, die nahezu ohne zusätzlichen Aufwand auf Nutzerseite geschieht.

Cloud-Services sind aus der modernen Geschäftswelt nicht wegzudenken – und während der aktuellen Pandemie hat die Nutzung von Techniken aus dem Bereich Cloud Computing insgesamt deutlich zugenommen. Dies gilt vor allem für den Bereich Software as a Service (SaaS). Laut einer jüngst erschienenen Studie des Reply Research Hubs wird es in den europäischen Märkten Italien, Deutschland, Frankreich, Niederlande und Belgien im Bereich SaaS ein starkes Wachstum gegenüber 2019 geben.

Ende 2021 soll in diesem Umfeld der Marktanteil laut vorsichtiger Prognosen um 40 Prozent wachsen, in optimistischen Szenarien sogar um 48 Prozent im Vergleich zu 2019. Doch wohin entwickelt sich das Thema Cloud? Eine Technik, die ohne Zweifel in Zukunft eine immer größere Rolle spielen wird, sind Enterprise-File-Services.
In diesem Segment wird immer häufiger zusätzlich die Option des File-Services auf Basis von Object Storage genutzt. Es lohnt eine Betrachtung dazu, wie sich die Cloud-Technik in ihren Anfängen entwickelt hat und wodurch wurde diese Entwicklung maßgeblich beeinflusst ist.

Der Aufstieg

Bekanntlich eignen sich (Enterprise-)File- Services für den Versand und Austausch großer Datenmengen und für die unkomplizierte und schnelle Zusammenarbeit im Team. Alle Teammitglieder verfügen über einen Zugriff auf einen gemeinsamen Datenraum und Berechtigungen sind nach Bedarf verteil- und beschränkbar. In der Vergangenheit nutzten jedoch Unternehmen oder einzelne Mitarbeiter unsichere oder nicht datenschutzkonforme Anbieter und damit kamen Lösungen zum Einsatz, die schwer oder schlichtweg gar nicht zu kontrollieren waren. In Folge wuchs innerhalb der IT-Abteilungen das Bewusstsein für Schatten-IT und ungehinderten Datenabfluss. Firmen wurden dazu angehalten, auf zentrale Portale zu setzen – Enterprise-File-Sync-und-Share-Lösungen. Um dann nicht nur auf die Arbeit auf einer Web-UI beschränkt zu sein, stellte die Anbieterseite Integrationslösungen für Windows und Mac bereit. Man ermöglichte so mobiles Arbeiten, fügte Exchange-Verknüpfungen hinzu. So weit, so gut.

Doch an dieser Stelle offenbarte sich ein Problem. Denn der Grund, warum viele Firmen diesen Umstieg vor allem wagten, war der, dass man intern in Bezug auf Web-Anwendungen mit „veralteten“ Lösungen wie dem Windows File Server oder einem internen File-Service arbeitete. Beide basierten auf internen Protokollen (SMB, CIFS, NFS) und sind nicht Web-fähig. Dies bedeutet: Wenn Mitarbeiter darauf zugreifen wollen, sind VPNs zu konfigurieren. Damit entsteht großer Aufwand für IT-Abteilungen.
Aus diesem Grund haben viele Betriebe einen weiteren „Datentopf“ eröffnet, indem sie begannen, Enterprise-File-Sync-und-Share-Lösungen zu nutzen, um Daten aus dem regulären File-Service in diese Lösungen zu kopieren. Ziel war auch dabei die Möglichkeit, Daten zu tauschen und mit Externen zusammenzuarbeiten. Durch diesen weiteren Datenpool standen Unternehmen jedoch vor dem Dilemma, dass sie sich um eine weitere Datenquelle kümmern mussten, die permanent zu pflegen und zu aktualisieren war.

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2. Unsicherheit wächst

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