Strategisch zukunftsfähige Netzwerke gestalten

Die One-Size-Fits-All-Lösung gibt es nicht

16. September 2022, 7:00 Uhr | Steffen Eid/am

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Automatisierung verschafft Agilität

Im Zuge der Umgestaltung von Netzwerken setzen Unternehmen zunehmenden Anwendungen und Micro-Services mit Hilfe von Container-Techniken wie Docker anstelle von virtuellen Maschinen ein. Denn es vereinfacht die Konfigurationen, erhöht die Produktivität und verkürzt die Bereitstellungszeiten. Doch während sich der Wert von Containern oft auf Geschwindigkeit, Agilität und Automatisierung konzentriert, können die zugrunde liegenden Netzwerkaspekte, die mit allgemeinen Aufgaben wie IP-Adress-Provisioning und -Deprovisioning verbunden sind, die dynamische und sich schnell ändernde Container-Umgebung oft nicht bewältigen.

Die explosionsartige Verbreitung von Micro-Services, die Container-Techniken nutzen, führt zu neuen Belastungen für bestehende Infrastrukturen und Legacy-Prozesse. IT-Organisationen nutzen Container-Standards wie das Container Network Model (CNM) mit Docker und das Container Network Interface (CNI), um schnell Dutzende oder Hunderte neuer Anwendungen bereitzustellen, die denselben Betriebssystemkern nutzen. Die schnelle und dynamische Bereitstellung neuer Micro-Services stellt die Netzwerkteams vor neue Kommunikationsherausforderungen, wenn es darum geht, zu bestimmen, welche Dienste miteinander kommunizieren können und welche externen Zugriff haben sollen. Darüber hinaus sind die Open-Source-Container-Prozesse nicht in bestehende Verwaltungs- und Infrastruktur-Tools integriert, was zu Inkonsistenzen führt, die Automatisierung einschränkt und die Überprüfung und Einhaltung von Vorschriften erschwert. Deshalb empfiehlt sich auch hier eine konsolidierte Plattform für lokale, virtualisierte, Cloud- und Container-Techniken. DNS, DHCP und IPAM lassen sich so für komplexe, verteilte physische, virtuelle, Cloud- und Container-Umgebungen zentral, flexibel und effizient steuern.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Containern in einem Unternehmen gewinnt die Fähigkeit, IP-Adressen zuzuweisen, die routingfähig sind und den Richtlinien des Unternehmens entsprechen, an Relevanz. Wenn ein Unternehmen eine Tabellenkalkulation und/oder manuelle Prozesse für die IP-Adressenzuweisung im gesamten Unternehmen verwendet, wird die dynamische und agile Containerwelt aufgrund der traditionellen manuellen IP-Adressenzuweisungsprozesse nicht richtig funktionieren. Hier kann automatische IP-Adressenzuweisung mit flexiblen Konfigurationsoptionen mit separatem oder kombiniertem Adressraum pro Host oder Hub hilfreich sein. Diese Automatisierung verkürzt die Bereitstellungszeiten, eliminiert das Risiko sich überschneidender und kollidierender IP-Adressen und lässt das Unternehmen die Vorteile der Containerisierung voll ausschöpfen.

User Experience trifft auf Netzwerk-Management

Letztlich geht es im Kern aller Bemühungen in der Netzwerkgestaltung zum einen darum, die Bedürfnisse der Endnutzer zu erfüllen und diese hinsichtlich Performance, aber auch Sicherheit abzudecken. Zum anderen geht es um die Frage, wie performant ein Netzwerk sein muss, um das Wachstum des Unternehmens zu unterstützen und es nicht auszubremsen. Daher gilt aus Nutzersicht, dass das Netzwerk einfach funktionieren muss. Für die Verantwortlichen bedeutet das, sich Gedanken zu machen, in welche Richtung sich das Netzwerk weiterentwickeln soll.

Steffen Eid ist Manager Solution Architects für Central Europe bei Infoblox.

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