GEC: Echtzeitoptimierung in der Smart Factory

Echtzeitdaten für Digital Twin und Augmented Virtual Factory

02. November 2020, 12:00 Uhr   |  Anna Molder

Echtzeitdaten für Digital Twin und Augmented Virtual Factory
© German Edge Cloud

Die moderne Fabrik ist vernetzt und digitalisiert. Zwei Methoden besitzen in diesem Zusammenhang hohes Wertschöpfungs- und Optimierungspotenzial: der „Digital Twin“ und die „Augmented Virtual Factory“. Die Verfügbarkeit und Nutzbarkeit von Daten ist eine entscheidende Voraussetzung für die Umsetzung dieser Anwendungen. Die German Edge Cloud (GEC) hat laut eignen Angaben Lösungen entwickelt, die auf Basis von Edge Computing minimale Latenzzeiten ermöglichen, um nahezu Echtzeitfähigkeit zu gewährleisten.

Der digitale Zwilling kann unter anderem der Zustandsüberwachung in Echtzeit in der Smart Factory dienen. Er bietet zudem die Möglichkeit, Augmented Reality einzubinden. In der Industrie kommt diese „erweiterte Realität“ immer öfter zur Anwendung. Bei Augmented Reality erfolgt – anders als bei Virtual Reality – nicht nur die Anzeige eines Computerbilds, sondern eine Projektion zusätzlicher digitaler Inhalt auf die echte Maschine.

In der „Augmented Virtual Factory“ werden digitale Informationen aus 2D- oder 3D-Modellen, Sensordaten und Algorithmen mit der realen Produktionswelt in einen gemeinsamen Kontext gesetzt. Die Augmented Virtual Factory unterstützt den Mitarbeiter unter anderem bei der Ursachenanalyse von Anlagenproblemen durch die Verknüpfung von Daten aus der „Echtzeitüberwachung“ mit historischen Daten. Die 2D- oder 3D-Animation visualisiert unter anderem Störmeldungen und kann somit den potenziellen Ursprung des Problems anzeigen.

Die Verfügbarkeit und Nutzbarkeit von Daten in Echtzeit ist eine entscheidende Voraussetzung. Besonders minimale Latenzzeiten sind in vielen Bereichen unabdingbar, um Echtzeitfähigkeit zu gewährleisten. Die Lösung dafür ist Edge Computing, was die schnelle Verarbeitung der Datenmengen bewerkstelligen kann. Die Datenverarbeitung findet am Rand (Edge) des Netzwerks statt, somit möglichst nah am Entstehungsort. Damit ist eine Verfügbarkeit der Daten in nahezu Echtzeit gegeben.

Die German Edge Cloud stellt private Edge-Cloud-Infrastrukturen, Plattformen für Datenanalyse und industriespezifische KI-Anwendungen in einer fertigen Industrial-Edge-Cloud-Appliance zur Verfügung. Die Lösung namens Oncite umfasse eine komplette On-Premise-Edge-Infrastruktur, das heißt Rechenzentrum-Appliance mit IT-Hardware sowie eine fertig vorbereitete industrielle Edge-Cloud-Plattform und industrielle IoT-Anwendungen. Alles sei inklusive komplettem Service (as a Service) verfügbar.

Oncite beinhalte folgende verschiedene Verarbeitungsschichten: Datenintegration (vorbereitete Konnektoren/Adaptoren), Datenharmonisierung und -aggregation, Datenanalyse und Datenvisualisierung. Datenintegration und Datenharmonisierung sollen die Voraussetzungen für die sinnvolle Nutzung und Analyse der Daten bilden.

Weitere Informationen stehen unter www.gec.io zur Verfügung.

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