Cisco-Umfrage zu Hybrid Work

Flexibles Arbeiten macht glücklicher

9. Mai 2022, 12:00 Uhr | Wilhelm Greiner
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Hybrid Work verbessert das Wohlbefinden, die Work-Life-Balance und die berufliche Leistung, so das Ergebnis einer Umfrage, für die Cisco 28.000 Beschäftigte aus 27 Ländern befragen ließ, darunter 1.012 aus Deutschland. Hierzulande bekundeten drei von vier Befragten (77 Prozent) einen positiven Effekt flexibler Arbeitsweisen auf diverse Aspekte ihres Alltags.

So gaben 78 Prozent der Beschäftigten in Deutschland an, dass sich ihre Work-Life-Balance durch Hybrid Work verbessert hat, vor allem aufgrund flexiblerer Arbeitszeiten und deutlich verkürzter oder ganz entfallener Pendelei. Fast ein Viertel (23 Prozent) der Befragten spart acht oder mehr Stunden Fahrtzeit pro Woche. International gaben fast drei Viertel an, Remote-Arbeit stärke die Beziehung zu ihrer Familie, hierzulande waren es immerhin 63 Prozent.

Arbeit im Home-Office kann auch konkrete finanzielle Vorteile bringen: Über zwei Drittel der Befragten aus Deutschland sparen durch Remote-Arbeit bares Geld, im Schnitt rund 167 Euro pro Woche. Die größten Einsparungen ergeben sich aus geringeren Pendelkosten. Ein Großteil der Befragten nimmt an, dies langfristig beibehalten zu können. Über zwei Drittel sagten, sie würden diese Einsparungen bei der Entscheidung über einen Arbeitsplatzwechsel berücksichtigen.

Zudem glaubt über die Hälfte (56 Prozent) der deutschen Befragten, dass sie in Remote-Work-Zeiten körperlich fitter geworden sind. Fast zwei Drittel gaben an, zu Hause mehr Sport zu treiben, und über die Hälfte, sich gesünder zu ernähren.

79 Prozent der Beschäftigten in Deutschland erklärten, dass die Möglichkeit flexibler Arbeit sie glücklicher macht. Und über die Hälfte (59 Prozent) meint, dass die Flexibilität dazu beiträgt, ihr Stressniveau zu senken.

Zugleich gab mehr als die Hälfte der Befragten in Deutschland an, auch die Qualität ihrer Arbeit wie auch ihre Produktivität habe sich gesteigert (jeweils 57 Prozent), im internationalen Schnitt waren dies sogar 60 Prozent. Dass „Produktivität“ dabei ein unangenehm vager Begriff ist, darüber hat LANline anlässlich eines Microsoft-Reports zum Thema kürzlich berichtet.

Drei Viertel hierzulande glauben, dass sie ihre Aufgaben heute genauso erfolgreich remote erledigen können wie im Büro. Vor diesem Hintergrund möchten fast alle (92 Prozent) künftig in einem hybriden Arbeitsmodell oder gar vollständig remote arbeiten. Allerdings ist nur jeder Fünfte der Meinung, das eigene Unternehmen sei „sehr gut“ auf eine Hybrid-Work-Zukunft vorbereitet. International sieht das übrigens nicht viel besser aus, hier sind es auch nur 23 Prozent.

Zudem ist Hybrid Work nicht ohne Herausforderungen: Über die Hälfte der Befragten hierzulande meint, dass es bei vollständiger Remote-Arbeit schwieriger sein wird, sich mit der Belegschaft oder dem Unternehmen zu identifizieren. Eine Pointe am Rande: Nur 58 Prozent der Befragten trauen ihren Kolleginnen und Kollegen gewissenhafte Arbeit im Home-Office zu. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.


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