Viavi „State of the Network“-Umfrage

IT-Spezialisten wünschen sich transparentere Netzwerk-Infrastrukturen

16. Juli 2020, 08:30 Uhr   |  Jörg Schröper

IT-Spezialisten wünschen sich transparentere Netzwerk-Infrastrukturen

Ohne höhere Transparenz von Netzwerk-Infrastrukturen lässt sich weder die Cybersicherheit noch die Reaktionsgeschwindigkeit im Support entscheidend verbessern. Das ist das wichtigste Ergebnis der 13. „State of the Network“-Umfrage des Netzwerkspezialist Viavi Solutions. Darüber hinaus unterstreiche die Erhebung die neuen Herausforderungen durch Remote-Arbeitsplätze und zeige Sicherheitsdefizite in Unternehmensnetzwerken auf.

Viavi Solutions hat zum 13. Mal seine alljährliche globale „State of the Network“-Umfrage zu aktuellen Trends, Technologien und Herausforderungen im Netzwerk-Management durchgeführt. Die diesjährige Erhebung macht deutlich, wie stark sich die veränderten Lebensumstände aufgrund der COVID-19-Pandemie, die wachsende Anzahl an Remote-Arbeitsplätzen und die zunehmende Bedrohung durch Cyberkriminalität auf die Arbeit von IT-Spezialisten auswirken.

Zentrales Ergebnis der Umfrage sind gestiegene Anforderungen an das Netzwerk-Monitoring: 73 Prozent der Befragten sind sich einig, dass ohne einen umfassenden Einblick in die Netzwerk-Infrastruktur weder die Cybersicherheit noch die Reaktionsgeschwindigkeit im Support entscheidend verbessert werden kann. Überdies hinterlässt vor allem der Trend zum Remote Working deutliche Spuren: Fast 60 Prozent der Netzwerk- und Sicherheitsteams wünschen sich eine verbesserte Transparenz der Endnutzer-Erfahrung, um der wachsenden Anzahl der Remote-Arbeitsplätze gerecht werden zu können. Erstmals seit Beginn der Erhebungen vor 13 Jahren werde zudem auch im Troubleshooting das Verständnis der Endnutzer-Erfahrung als größte Herausforderung angesehen. Rund 47 Prozent aller Befragten stimmen hierin überein.

Eine weitere wichtige Erkenntnis: Noch immer schützen sich Unternehmen nicht hinreichend vor Cyberbedrohungen. Vielmehr wächst mit der Komplexität der Netzwerkinfrastrukturen auch die Zahl gefährlicher Sicherheitslücken. Dies soll exemplarisch das Beispiel IoT zeigen. Danach gibt mehr als die Hälfte der über 400 Teilnehmer der Studie (54 Prozent) an, dass in ihren Betrieben schon heute IoT-fähige Geräte eingesetzt werden, weitere 24 Prozent geben an, dass die Einführung IoT-fähiger Geräte innerhalb der nächsten zwölf Monate geplant ist. Gleichzeitig stehen derzeit jedoch nur 57 Prozent der IoT-Anwender adäquate Lösungen zur Geräteüberwachung zur Verfügung.

Die globale Umfrage zum aktuellen Stand der Netzwerktechnologie wird seit 13 Jahren von Viavi (und zuvor Network Instruments) durchgeführt und will sowohl aktuelle Netzwerktrends als auch Herausforderungen aufzeigen, mit denen sich IT-Akteure konfrontiert sehen. Die Fragen wurden laut Viavi auf der Grundlage einer Umfrage unter Netzwerk-Fachleuten entworfen und von insgesamt mehr als 400 Teilnehmern aus aller Welt beantwortet – darunter Netzwerkingenieure, IT-Direktoren, Sicherheitsingenieure und CIOs. Zudem legte man nach eigenen Angaben bei der Teilnehmerschaft Wert auf geografische Vielfalt sowie die gleichmäßige Berücksichtigung unterschiedlicher Unternehmensgrößen. Die komplette Umfrage zum Stand des Netzwerks finden Interessierte unter www.stateofthenetwork.com.

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